Lufthansa Aktie: Angriff mit SpaceX
Der Kranich holt zum technologischen Gegenschlag aus. Mit einer heute verkündeten Partnerschaft mit Elon Musks SpaceX will die Lufthansa ihre gesamte Flotte modernisieren und den Rückstand zur internationalen Konkurrenz verringern. Flankiert wird diese strategische Offensive von einer seltenen "Double-Upgrade"-Einschätzung durch Morgan Stanley. Doch reicht das neue Premium-Angebot aus, um gegen die schwierige Marktlage in Europa zu bestehen?
Die wichtigsten Fakten:
* Technologie-Sprung: Kooperation mit SpaceX (Starlink) für Breitband-Internet an Bord.
* Umfang: Ausstattung von rund 850 Flugzeugen ab der zweiten Jahreshälfte 2026.
* Analysten-Votum: Morgan Stanley stuft von "Underweight" direkt auf "Overweight" hoch.
* Risikofaktor: Flüge nach Teheran bleiben aufgrund der Sicherheitslage ausgesetzt.
Strategische Wende im Premium-Segment
Die offizielle Bestätigung der Zusammenarbeit mit dem Satellitennetzwerk Starlink ist mehr als nur ein technisches Update; es ist eine direkte Antwort auf den verschärften Wettbewerb. Während Konkurrenten wie Qatar Airways oder Emirates längst mit Highspeed-Internet werben, zog die Lufthansa Group nun nach. Ziel ist es, Streaming und Cloud-Arbeit in der Luft in einer Qualität zu ermöglichen, die dem Boden-Internet entspricht.
Für Anleger ist besonders das Geschäftsmodell hinter der Nachricht relevant. Der Service soll für Statuskunden und Nutzer einer Travel ID kostenlos sein. Dies deutet darauf hin, dass der Konzern die Technologie primär als Hebel zur Kundenbindung und zur Stärkung der margenstarken Premium-Klasse nutzt, anstatt auf direkte Zusatzerlöse durch Gebühren zu setzen.
Analystenlob und Charttechnik
Diese Fokussierung auf Qualität deckt sich mit der Einschätzung von Morgan Stanley. Die US-Investmentbank begründete ihre deutliche Hochstufung Anfang Januar mit dem Potenzial des laufenden Turnaround-Programms. Die Experten prognostizieren bis 2027 ein jährliches EBITDA-Wachstum von 20 Prozent.
Diese Zuversicht spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung wider. Mit einem aktuellen Kurs von 8,70 Euro konnte sich das Papier stabilisieren und notiert nun über dem wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 8,40 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von über 55 Prozent zu Buche, wenngleich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch noch rund 14 Prozent beträgt.
Operative Bremsklötze
Trotz der Aufbruchstimmung bleiben externe Risiken bestehen. Das Inlandsgeschäft erholt sich langsamer als in anderen europäischen Märkten, und geopolitische Spannungen belasten den Flugplan. Die Verlängerung des Flugstopps nach Teheran bis Ende Januar 2026 unterstreicht, wie anfällig das operative Geschäft für Krisen im Nahen Osten bleibt.
Der Fokus verschiebt sich nun auf die Exekutive. Die technische Integration ab Ende 2026 muss beweisen, dass die hohen Investitionen durch eine tatsächliche Steigerung der Kundenloyalität gerechtfertigt sind. Ob die Rechnung aufgeht, werden die kommenden Quartalszahlen zeigen, wenn das Verhältnis von Investitionskosten zu den Erträgen im Langstreckengeschäft konkret messbar wird.
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