Almonty Aktie: Verschnaufpause
Nach dem steilen Kurslauf der vergangenen Wochen hat Almonty am Dienstag abrupt zurückgesetzt. Der Rückschlag wirkt optisch heftig, ändert aber nichts am Kern der Story: Der globale Wolfram-Markt bleibt angespannt, und genau das hat die Rally zuvor befeuert. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen die operative Hochlaufphase wie geplant abliefert.
Rücksetzer nach Rekordlauf
Die Aktie eröffnete am Dienstag mit einem deutlichen Gap nach unten. Nach einem Schlusskurs von 20,72 US-Dollar lag der Eröffnungskurs bei 17,94 US-Dollar, zuletzt wurden 17,22 US-Dollar gehandelt. Das Handelsvolumen betrug rund 3,8 Millionen Aktien.
Zuvor hatte der Titel eine außergewöhnliche Strecke hingelegt. Per Dienstag lag der Kurs mit 19,35 US-Dollar (Stand: März 3 im Quelltext) rund 16,7% über der Vorwoche. In den Tagen davor war zudem ein neues 52-Wochen-Hoch von 23,67 Kanada-Dollar erreicht worden.
Engpass bei Wolfram als Kurstreiber
Der Kursanstieg hängt laut dem Bericht vor allem mit einer strukturellen Verschiebung am Wolfram-Markt zusammen. China, das demnach schätzungsweise 75–80% des globalen Angebots kontrolliert, hatte die Exportbeschränkungen Ende 2025 deutlich verschärft. Eine Auswertung von BMO Capital Markets zufolge kamen bestimmte chinesische Wolfram-Exporte in dieser Phase zeitweise komplett zum Stillstand.
Die Folge: Der Wolfram-Preis sprang 2025 um mehr als 160% nach oben und stieg auch in den ersten Wochen 2026 weiter. Weil Lagerbestände abgebaut werden, erwartet BMO für 2026 keine spürbare Entspannung auf der Angebotsseite. CEO Lewis Black sprach zuletzt von einem „realen, echten Angebotsmangel“ und betonte, dass Kunden die höheren Preise derzeit akzeptieren.
Zusätzlichen Rückenwind liefert der regulatorische Rahmen: Ab 2027 soll in den USA ein Verbot chinesischen Wolframs für militärische Nutzung greifen. Parallel treten neue Beschaffungsregeln des US-Verteidigungsministeriums in Kraft, die Material aus China, Russland oder Nordkorea ausschließen.
Sangdong-Mine und der nächste Belastungstest
Almonty hat im Dezember 2025 die kommerzielle Förderung im Sangdong-Projekt in Südkorea aufgenommen. Der Ausbau zur vollen Kapazität läuft laut Bericht planmäßig und soll bis 2027 abgeschlossen sein.
Das Unternehmen erwartet, dass Sangdong langfristig rund 40% der Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas abdecken kann. Für eine Phase-II-Erweiterung gibt es bereits Pläne, ebenfalls mit Zieljahr 2027. Genannt wird eine Kapazität von bis zu 1,2 Millionen metrischen Tonnen pro Jahr. Zusätzlich erwähnt der Bericht ein Molybdän-Projekt in Sangdong sowie den geplanten Neustart der Montana-Mine in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Auf der Bewertungsseite haben mehrere Häuser ihre Kursziele angehoben. Couloir Capital hob den Fair-Value von 7,69 auf 19,30 Kanada-Dollar an (+über 150%) und begründete das unter anderem mit höheren langfristigen Wolfram-Preisannahmen. DA Davidson erhöhte das Kursziel von 12 auf 18 US-Dollar, B. Riley Financial auf 17 US-Dollar. Oppenheimer startete am 5. Februar die Beobachtung mit „Buy“ und hob das Ziel von 12 auf 16 US-Dollar an.
Auch bei institutionellen Investoren zeigt der Bericht Bewegung: Die Zahl der Fonds mit Positionen stieg demnach im vergangenen Quartal um über 55% auf 107. Van Eck Associates baute den Anteil um 13.294,7% auf 11,24 Millionen Aktien aus (bewertet mit rund 99 Mio. US-Dollar). Genannt werden außerdem etwa 25,6 Mio. US-Dollar von Encompass Capital Advisors und rund 16,3 Mio. US-Dollar von Next Century Growth Investors.
Am 19. März stehen Quartalszahlen an. Dann dürfte der Markt erstmals konkreter sehen, wie sich die hohen Wolfram-Preise und der Produktionshochlauf finanziell niederschlagen. Ergänzend verweist der Bericht auf einen neuen langfristigen Wolfram-Liefervertrag der Portugal-Tochter, der die Planbarkeit der Erlöse verbessern soll.
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