Während Lufthansa mit dem größten europäischen Airline-Deal für Satelliten-Internet auf Wachstum setzt, stuft Barclays die Aktie auf „Sell" herab. Die gegensätzlichen Signale zeigen: Der Konzern polarisiert.

Die wichtigsten Fakten:
- Über 850 Flugzeuge werden bis 2029 mit Starlink-Internet ausgestattet
- Barclays senkt Rating auf „Sell" bei Kursziel 7,80 Euro
- DBS Bank kontert mit „Buy" und Kursziel 10,00 Euro
- Aktie notiert bei 8,51 Euro nach Rückgang von 2,25 Prozent

Europas größter Satelliten-Internet-Deal

Die Lufthansa Group rüstet ihre gesamte Flotte mit Starlinks Hochgeschwindigkeits-Internet aus. Ab Mitte 2026 startet der Rollout, bis 2029 sollen alle über 850 Flugzeuge ausgestattet sein. Der Service steht kostenlos für Vielflieger und Travel-ID-Mitglieder zur Verfügung.

Die Technologie ermöglicht Streaming, Cloud-Anwendungen und Video-Calls über den Wolken. Damit will der Konzern sein Premium-Segment stärken – ein Kernbestandteil der laufenden Turnaround-Strategie. Alle Konzernmarken von Lufthansa über Swiss bis Eurowings profitieren von der Partnerschaft.

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Barclays gegen den Strom

Zeitgleich zur Starlink-Ankündigung senkt Barclays das Rating von „Neutral" auf „Sell". Das Kursziel liegt mit 7,80 Euro deutlich unter dem aktuellen Niveau. Die Analysten bleiben skeptisch, obwohl sie die Bewertung minimal von 7,70 Euro angehoben haben.

Das Analystenfeld ist gespalten: DBS Bank stufte parallel auf „Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 7,00 auf 10,00 Euro. Morgan Stanley empfiehlt die Aktie mit „Overweight" bei einem Ziel von 9,30 Euro und zählt Lufthansa zu den Top-Picks im europäischen Transportsektor für 2026. JPMorgan bleibt neutral bei 8,00 Euro.

Operative Bremsspuren

Wetterbedingte Störungen belasten aktuell den Flugbetrieb. Am Flughafen Wien führte Blitzeis zu vorübergehenden Einstellungen, auch in Frankfurt fielen Flüge wegen Eis und Schnee aus. Die geplante Wiederaufnahme der Teheran-Verbindungen verschiebt sich auf Ende Januar.

Der Konzern hatte für 2026 ein Wachstum der Langstreckenflüge um sechs Prozent angekündigt. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 6. März und dürften zeigen, ob das Turnaround-Programm Früchte trägt. Die Aktie hat sich über zwölf Monate um 47 Prozent verteuert, zuletzt aber vom 52-Wochen-Hoch bei 10,20 Euro um 17 Prozent nachgegeben.

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