Gleich drei Entwicklungen auf einmal: Leonardo hat in kurzer Zeit eine Dividendenerhöhung, ein Aktienrückkaufprogramm und eine milliardenschwere Übernahme auf den Weg gebracht. Das Bild, das sich dabei ergibt, ist das eines Konzerns, der nach Jahren der Konsolidierung nun offensiv in Wachstum investiert.

MBDA verdoppelt seine Investitionen

Besonders ins Auge fällt die Ankündigung von MBDA, dem Raketengemeinschaftsunternehmen, an dem Leonardo mit 25 Prozent beteiligt ist. Das Joint Venture plant, sein industrielles Investitionsvolumen mehr als zu verdoppeln — mit dem Ziel, Produktionskapazitäten auszubauen und neue Waffensysteme schneller zur Marktreife zu bringen. Hintergrund ist die gestiegene Nachfrage europäischer NATO-Mitglieder nach eigenständigen Luftverteidigungslösungen.

Für Leonardo ist das relevant, weil das Segment „Electronics, Defence & Security" der wichtigste Treiber der Konzernprofitabilität ist. Ein wachsendes MBDA-Auftragspolster stärkt genau diesen Bereich.

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Zahlen, Dividende und eine neue Übernahme

Die Jahreszahlen für 2025 liefern die Grundlage für die angekündigten Ausschüttungen: Der Nettogewinn stieg um 15 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, der Auftragseingang kletterte ebenfalls um 15 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung sank im selben Zeitraum um 44 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro.

Auf dieser Basis schlägt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 0,63 Euro je Aktie vor — ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über den Vorschlag stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 7. Mai 2026 ab. Ergänzend wurde ein Aktienrückkaufprogramm für bis zu zwei Millionen Aktien genehmigt, das primär zur Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen dient.

Am 18. März 2026 schloss Leonardo zudem die Übernahme des Verteidigungsgeschäfts der Iveco Group für 1,6 Milliarden Euro ab. Der Zukauf bringt gepanzerte Fahrzeugkapazitäten und die Marke ASTRA ins Portfolio — ein Bereich, in dem Leonardo bislang kaum präsent war.

Ausblick auf 2026

Für das laufende Jahr erwartet der Konzern Aufträge von rund 25 Milliarden Euro und Umsätze nahe 21 Milliarden Euro. Die Aktie legte heute rund 3,4 Prozent zu und notiert damit wieder oberhalb der 57-Euro-Marke — gestützt von einer Nachrichtenlage, die auf breiter Front positiv ausfällt.

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