Leonardo Aktie: Ausbaupläne
Leonardo dreht zum Monatsstart gleich an zwei großen Stellschrauben: mehr Personal und eigene Infrastruktur im All. Der Konzern will damit nicht nur volle Auftragsbücher abarbeiten, sondern sich technologisch breiter aufstellen. Entscheidend ist nun: Wird aus dem ehrgeizigen Satellitenprojekt ein echter Wachstumstreiber oder vor allem ein langer, kapitalintensiver Atemtest?
17.000 neue Jobs – Rückenwind aus dem Auftragsbuch
Am Montag hat das Management eine umfangreiche Personalstrategie vorgestellt. CEO Roberto Cingolani plant demnach, in den kommenden drei Jahren 17.000 neue Mitarbeiter einzustellen. Der Hintergrund: Der Auftragsbestand wächst, gleichzeitig soll die technologische Transformation beschleunigt werden.
Im Fokus stehen laut der Ausrichtung vor allem Engineering- und Digitalkompetenzen. Das passt zur steigenden Nachfrage in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit – und zeigt, dass Leonardo den Kapazitätsausbau nicht als kurzfristige Maßnahme, sondern als strategische Weichenstellung versteht.
Eigene LEO-Konstellation – vom Zulieferer zum Betreiber
Parallel dazu bestätigte Leonardo den Start des Aufbaus einer eigenen Satellitenkonstellation im niedrigen Erdorbit (LEO). Die ersten Satelliten werden bereits gebaut. Geplant ist ein Netz von rund 20 Einheiten mit unterschiedlichen Sensoren, darunter Radar sowie elektro-optische und Infrarot-Technologien.
Technologisch setzt der Konzern auf eine ambitionierte Roadmap: „Agentic AI“ soll in den Systemen zum Einsatz kommen, dazu ist Quantenverschlüsselung für eine sichere Datenübertragung vorgesehen. Der Zeitplan ist klar abgesteckt: Der erste Start soll vor Ende 2027 erfolgen, die volle Einsatzfähigkeit (FOC) ist für 2029 angepeilt. Damit positioniert sich Leonardo nicht nur als Ausrüster, sondern als Betreiber kritischer Weltrauminfrastruktur.
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Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- 17.000 Neueinstellungen in drei Jahren zur Unterstützung von Auftragsbestand und Umbau
- Start des Baus einer eigenen LEO-Konstellation mit rund 20 Satelliten
- Erststart vor Ende 2027, vollständige Einsatzfähigkeit bis 2029 geplant
- Sensor-Mix (Radar, elektro-optisch, Infrarot) plus KI- und Verschlüsselungsansatz
Operative Fortschritte und gemischte Analystensignale
Die strategischen Ankündigungen kommen nicht aus dem luftleeren Raum. Ende Januar lieferte das Joint Venture mit Rheinmetall die ersten vier Lynx-Schützenpanzer an die italienischen Streitkräfte – Teil eines 23-Milliarden-Euro-Programms. Außerdem sicherten sich Leonardo und BAE Systems am 22. Januar einen Auftrag über 453 Millionen Pfund zur Modernisierung der Radar-Systeme der britischen Typhoon-Flotte.
Am Markt fiel die Reaktion am Montag eher ruhig aus: Die Aktie notierte zuletzt bei 56,18 Euro und damit leicht im Minus. Auf Analystenseite gab es hingegen Bewegung: Jefferies bestätigte am selben Tag das „Buy“-Rating und hob das Kursziel an, während die Deutsche Bank die Aktie bereits Mitte Januar auf „Hold“ abgestuft hatte.
In den nächsten Monaten wird sich die Diskussion damit vor allem um zwei Punkte drehen: Wie schnell lässt sich der Personalaufbau in Projekte und Auslieferungen übersetzen – und wie belastbar bleibt der Zeitplan der LEO-Konstellation bis zum ersten Start vor Ende 2027.
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