Leonardo S.p.A. macht ernst mit seiner Wachstumsstrategie. Der italienische Rüstungskonzern steht nicht nur kurz vor dem Abschluss der Übernahme der Iveco-Verteidigungssparte, sondern meldet gleichzeitig neue Großaufträge und Zukäufe in den USA. Die jüngsten Entwicklungen bestätigen den aggressiven Expansionskurs, was sich auch im Kursverlauf widerspiegelt – der Titel notiert in Schlagdistanz zum Allzeithoch.

Zeitplan für Iveco-Deal steht

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die geplante Übernahme des Verteidigungsgeschäfts der Iveco Group. Ein Unternehmens-Update vom Freitag bestätigte, dass die behördlichen Genehmigungsverfahren planmäßig verlaufen. Dies sorgt für Klarheit bei den Investoren, nachdem zuletzt Unsicherheiten über den genauen Ablauf bestanden hatten.

Der Zeitplan ist nun eng getaktet: In der zweiten Märzhälfte 2026 soll eine außerordentliche Hauptversammlung die Ausschüttung der Verkaufserlöse an Leonardo genehmigen. Kritisch bleibt der Stichtag am 31. März 2026. Sollte der Verkauf bis dahin nicht finalisiert sein, plant Iveco eine gesetzliche Entflechtung der Sparte. Diese Konkretisierung der Fristen wurde vom Markt positiv aufgenommen, da sie den Weg für die Integration ebnet.

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Großauftrag und US-Expansion

Neben der Konsolidierung im heimischen Markt treibt Leonardo auch das operative Geschäft voran. Die britische Sparte des Konzerns sicherte sich als Teil eines Konsortiums mit BAE Systems einen Auftrag im Wert von 453,5 Millionen Pfund (ca. 540 Mio. Euro). Dabei geht es um die Lieferung von 40 fortschrittlichen "ECRS Mk2"-Radarsystemen für die Eurofighter-Flotte der Royal Air Force. Dieser Auftrag stärkt nicht nur die technologische Marktführerschaft, sondern sichert langfristige Einnahmequellen.

Parallel dazu stärkt Leonardo seine Präsenz in den USA. Bereits Mitte Januar wurde die Übernahme der Enterprise Electronics Corporation (EEC) vereinbart. Der Zukauf dieses Spezialisten für Wetterradarsysteme soll noch im ersten Quartal abgeschlossen werden und zielt darauf ab, Leonardos Fußabdruck im Bereich der Umweltsystemlösungen auf dem wichtigen US-Markt zu vergrößern.

Starke Kursentwicklung

Die strategischen Fortschritte spiegeln sich in der Bewertung wider. Am Freitag legte die Aktie um 2,11 % auf 58,06 Euro zu und nähert sich damit wieder ihrem 52-Wochen-Hoch von 68,56 Euro. Besonders eindrucksvoll ist die langfristige Performance: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnete das Papier einen Wertzuwachs von über 95 %.

Blick auf den Kalender

Für Anleger stehen nun entscheidende Wochen an, die über die weitere Richtung bestimmen dürften. Am 24. Februar 2026 werden die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 erwartet, gefolgt von der Aktualisierung des Industrieplans am 11. März. Das Finale bildet der 31. März als Deadline für den Iveco-Deal sowie der erwartete Abschluss der EEC-Übernahme im laufenden Quartal.

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