DeFi Technologies verzeichnet einen bedeutenden regulatorischen Erfolg in Großbritannien, sieht sich jedoch zeitgleich in den USA mit juristischem Druck konfrontiert. Während die Tochtergesellschaft Valour den Zugang zum britischen Markt für Privatanleger öffnet, belastet eine laufende Sammelklage die Stimmung. Anleger müssen nun abwägen: Überwiegt das operative Wachstumspotenzial oder das Risiko der juristischen Auseinandersetzung?

Grünes Licht aus London

Am 26. Januar 2026 genehmigte die britische Finanzaufsicht FCA der Tochtergesellschaft Valour, ausgewählte Exchange Traded Products (ETPs) an Privatanleger zu vertreiben. Bisher waren diese Produkte an der Londoner Börse (LSE) ausschließlich professionellen Investoren vorbehalten.

Die Freigabe umfasst physisch hinterlegte ETPs auf Bitcoin und Ethereum, die auch Staking-Erträge im Nettoinventarwert abbilden. Dieser Schritt ist strategisch relevant, da er den adressierbaren Markt für das Unternehmen erheblich vergrößert. Die Expansion nach Großbritannien folgt auf den Markteintritt in Brasilien im Dezember 2025 und ist Teil einer globalen Wachstumsstrategie. Trotz der volatilen Kryptomärkte verzeichnete Valour im Gesamtjahr 2025 Nettozuflüsse von geschätzten 138,2 Millionen US-Dollar.

Juristischer Gegenwind aus den USA

Parallel zu den operativen Fortschritten rückte am vergangenen Freitag, dem 30. Januar 2026, eine wichtige Frist in den Fokus: Der Stichtag für die Benennung des Hauptklägers in einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs ist verstrichen. Mehrere Anwaltskanzleien gehen gegen das Unternehmen vor und vertreten Investoren, die zwischen Mai und November 2025 Wertpapiere erworben haben.

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Im Kern werfen die Klagen dem Unternehmen irreführende Aussagen zum Arbitrage-Handelsgeschäft "DeFi Alpha" vor. Es wird behauptet, das Management habe den wachsenden Wettbewerbsdruck und dessen negative Auswirkungen auf die Handelsmargen verschwiegen. Auslöser der juristischen Schritte war eine Mitteilung vom 14. November 2025: Damals musste DeFi Technologies einen Umsatzrückgang von fast 20 Prozent einräumen und die Jahresprognose deutlich senken. Begründet wurde dies mit Verzögerungen bei Arbitrage-Geschäften. Gleichzeitig wurde ein Wechsel an der Unternehmensspitze bekannt gegeben.

Finanzielle Substanz

Trotz der rechtlichen Unsicherheiten steht das Unternehmen auf einem soliden finanziellen Fundament. Zum Stichtag 30. September 2025 meldete DeFi Technologies verwaltete Vermögenswerte (AUM) bei Valour in Höhe von 987 Millionen US-Dollar. Die Liquiditätsposition belief sich auf 119,5 Millionen US-Dollar, ergänzt durch eigene Krypto-Bestände im Wert von 46,2 Millionen US-Dollar und private Investitionen von 44 Millionen US-Dollar.

Der regulatorische Erfolg in Großbritannien demonstriert, dass das operative Geschäft weiter vorangetrieben wird. Die kommenden Wochen dürften jedoch von der weiteren Entwicklung des US-Verfahrens geprägt sein. Konkrete Einblicke in die finanziellen Auswirkungen dieser Gemengelage werden mit dem nächsten Quartalsbericht erwartet, der für Ende März 2026 terminiert ist.

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