Obschon die Lenzing-Aktie sich in der zweiten Novemberhälfte wieder etwas in die Höhe begeben konnte, musste der Monat letztlich mit einem signifikanten Kursverlust beendet werden. 23,60 Euro standen zu Handelsschluss am Freitag an der Anzeigetafel in Wien, nachdem es nochmal um 1,1 Prozent in die Höhe ging. Auf Monatssicht bliebt es aber bei einem Verlust von 6,9 Prozent.

Dem Titel fürften die jüngsten Zahlen noch nachhängen, bei denen wieder einmal herbe Verluste offengelegt wurden. Zwar fiel der Nettoverlust mit 105 Millionen Euro etwas geringer aus als die 111 Millionen Euor aus dem Vorjahr. Das macht die Angelegenheit aber nur geringfügig besser. Woran es gefehlt hat, das waren echte Zeichen der Besserung. Dementsprechend wurde die Aktie heftig abgestraft und konnte sich davon nur geringfügig erholen.

Lenzing bleibt optimistisch

Der Faserhersteller führt die mauen Zahlen zu weiten Teilen auf geopolitische Unsicherheiten und die anhaltenden Belastungen durch Zölle zurück. Da in dieser Hinsicht mit keinen kurzfristigen Entspasnnungen gerechnet wird, wird in den nächsten beiden Jahren fleißig gespart. Bis Ende 2027 sollen zusätzlich zu bereits laufenden Maßnahmne etwa 45 Millionen Euro eingespart werden. Außerdem verriet Lenzing, dass "strategische Optionen" für einen Standort in Indonesien diskutiert würden, einschließlich eines eventuellen Verkaufs.

Mittel- und langfristig zeigt sich Lenzing weiterhin optimistisch und spricht von positiven Aussichten. Doch damit allein scheinen die Bullen sich noch nicht anlocken zu lassen. Der Aktie gelangen zuletzt nur kleine Schritte aus dem Kurskeller hinaus, welche den übergeordneten Abwärtstrend nicht abzuschütteln vermochten. Auf Jahressicht sind Verluste von knapp 20 Prozent zu verbuchen.

Auf Worte müssen Taten folgen

Der Optimismus in der Chefetage von Lenzing ist erfrischend und allemal besser, als in Selbstmitleid zu zerfließen und sich über Standortnachteile und die Geopolitik zu echauffieren. Denn auch wenn viele Unternehmen für Letzteres viele gute Gründe haben mögen: weiter bringt es sie nicht. Allerdings wird Lenzing auch harte Zahlen liefern müssen, welche die besseren mittel- uns langfristigen Aussichten untermauern können. Erst dann werden die Bullen sich voraussichtlich wieder besser auf die Aktie einlassen können.

Lenzing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lenzing-Analyse vom 30. November liefert die Antwort:

Die neusten Lenzing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lenzing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lenzing: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...