Der Ludwigshafener Chemiekonzern verschärft seinen Sparkurs drastisch – und dämpft gleichzeitig die Hoffnungen auf eine baldige Erholung. CEO Markus Kamieth macht klar: „2026 wird voraussichtlich ein weiteres Übergangsjahr sein." Eine schrittweise Verbesserung des Marktumfelds erwartet er erst gegen Jahresende, vor allem aber 2027. Der Start ins erste Quartal verlief „herausfordernd wie erwartet".

Prognose enttäuscht Analysten

Für 2026 stellt BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt deutlich unter der Konsensschätzung von rund 7,0 Milliarden Euro. Zusätzlicher Gegenwind kommt durch Währungseffekte: Allein die Schwäche des US-Dollars könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Die Mengenentwicklung im Januar blieb außerhalb Chinas schwach.

Beim Free Cashflow plant das Management mit 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro – nach nur 1,34 Milliarden Euro im Jahr 2025. Problematisch: Dieser Wert deckte die Dividende von 2,25 Euro je Aktie nicht vollständig ab. An der Ausschüttungshöhe will BASF dennoch festhalten.

Einsparziel auf 2,3 Milliarden angehoben

Das Restrukturierungsprogramm zeigt messbare Fortschritte. Bis Ende 2025 erreichte BASF jährliche Kosteneinsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro – 100 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Das neue Ziel für Ende 2026: 2,3 Milliarden Euro. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen abgebaut, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT folgen. Pläne zur Verlagerung von Arbeitsplätzen von Berlin nach Indien sorgen für Unruhe in der Belegschaft.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?

Auch die Investitionen werden gestutzt: Für den Zeitraum 2026 bis 2029 senkt BASF die vorgesehenen Ausgaben um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro.

Portfolioumbau läuft auf Hochtouren

Der Konzern treibt den Umbau seines Geschäftsportfolios voran. Der Verkauf des Geschäftsbereichs optische Aufheller an Catexel ist abgeschlossen, die Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 folgen. Die Agrarsparte bereitet BASF für einen möglichen Börsengang bis 2027 vor. Gleichzeitig läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro bis Ende Juni 2026 – seit November 2025 wurden bereits 14 Millionen eigene Aktien zurückgekauft.

Analysten bleiben gespalten

Die Einschätzungen der Experten fallen unterschiedlich aus. Berenberg hob Anfang März das Rating von „Sell" auf „Hold" an. J.P. Morgan bleibt bei „Sell", Goldman Sachs vergibt hingegen ein „Buy"-Rating. Die Hauptversammlung am 30. April 2026 in Mannheim dürfte den Fortschritt beim Spar- und Umbauprogramm ins Zentrum rücken.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 7. März liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...