Lanxess Aktie: Entscheidung im März
Der Spezialchemie-Konzern steuert auf wegweisende Wochen zu. Während das operative Geschäft unter der schwachen Nachfrage aus Schlüsselindustrien wie dem Automobil- und Bausektor leidet, rückt die strategische Neuausrichtung in den Fokus. Anleger warten gespannt darauf, ob der geplante Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen Envalior wie erhofft über die Bühne geht.
Strategische Weichenstellung bei Envalior
Ein zentraler Faktor für die künftige Bewertung von Lanxess ist der Prozess rund um die Beteiligung an Envalior. Nachdem der Konzern bereits im September 2025 sein vertragliches Andienungsrecht ausgeübt hat, wird eine abschließende Klärung des Anteilsverkaufs spätestens im März 2026 erwartet. Kann dieser Schritt die nötige finanzielle Flexibilität für den weiteren Umbau des Portfolios liefern?
Marktbeobachter werten diesen Termin als entscheidenden Impulsgeber. Ein erfolgreicher Abschluss noch im laufenden Jahr könnte die Resilienz gegenüber Marktschwankungen erhöhen, während eine Verzögerung die Unsicherheit über die künftige Ausrichtung verlängern dürfte.
Zwischen Kostendruck und Nachfrageschwäche
Operativ bleibt das Umfeld für Spezialchemikalien herausfordernd. Vor allem die Flaute in der Bauwirtschaft und im Agrochemie-Bereich belastet die Bilanz. In diesem Kontext konzentriert sich das Management verstärkt auf das Kostenmanagement und Effizienzsteigerungen, um die gedämpfte globale Nachfrage abzufedern.
Am 19. März 2026 wird das Unternehmen die vollständigen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorlegen. Investoren erhoffen sich von der begleitenden Konferenz detaillierte Einblicke in die operative Performance und eine konkrete Prognose für das restliche Geschäftsjahr.
Charttechnik liefert gemischte Signale
An der Börse zeigt sich zuletzt eine erhöhte Volatilität. Am heutigen Freitag notiert die Aktie bei 19,51 € und damit leicht im Minus (-0,96 %). Nach einer schwachen Woche mit einem Rückgang von rund 8,2 % deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 24,4 derzeit auf eine technisch überverkaufte Situation hin.
Trotz des kurzfristigen Drucks weist das Papier seit Jahresbeginn noch ein Plus von 11,23 % auf. Dennoch bleibt der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 21,46 € verläuft, mit rund 9 % deutlich. Damit das Papier den langfristigen Abwärtstrend der letzten 12 Monate (-31,54 %) nachhaltig bricht, bedarf es wohl positiver Nachrichten aus der operativen Berichterstattung.
Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 19. März wird Klarheit darüber bringen, ob die eingeleiteten Sparmaßnahmen bereits Früchte tragen. Sollte zeitgleich der Vollzug beim Envalior-Verkauf gemeldet werden, stünde die strategische Neuausrichtung auf einem solideren Fundament. Der nächste wichtige Termin folgt am 21. Mai mit der ordentlichen Hauptversammlung.
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