Während breite Märkte Rekorde jagen, zeigt sich bei Lanxess ein fundamentales Problem: Der aktuelle Aktienkurs scheint die wirtschaftliche Realität des Chemiekonzerns zu ignorieren. Eine aktuelle Bewertungsanalyse legt nahe, dass Anleger derzeit deutlich zu viel für das Papier bezahlen. Steht die Aktie vor einer Korrektur?

DCF-Modell signalisiert klare Überbewertung

Eine am 2. Januar veröffentlichte Analyse auf Basis des Discounted-Cash-Flow-Modells (DCF) kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Der berechnete faire Wert der Lanxess-Aktie liegt bei lediglich 14,85 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von 17,52 Euro notiert das Papier somit mit einem Aufschlag von rund 18 Prozent über seinem fundamentalen Innerwert. Das verwendete Modell prognostiziert für 2026 einen Free Cash Flow von 261,3 Millionen Euro und diskontiert die künftigen Zahlungsströme mit einem Zinssatz von 7,9 Prozent. Rein rechnerisch besteht damit ein erhebliches Abwärtspotenzial.

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Analystenziele vs. Fundamentaldaten

Interessant ist der Widerspruch zu den Erwartungen der Finanzanalysten. Deren durchschnittliches Kursziel liegt bei 19,33 Euro und suggeriert damit weiteres Aufwärtspotenzial. Anleger stehen somit vor einem Dilemma: Vertrauen sie den mathematischen Modellen, die vor Überbewertung warnen, oder der Einschätzung der Marktexperten? Die fundamentale Lage spricht eine klare Sprache. Prognosen deuten darauf hin, dass Lanxess in den kommenden drei Jahren voraussichtlich nicht profitabel arbeiten wird, was die Bewertung zusätzlich unter Druck setzt.

Die Fakten im Überblick:
* Aktueller Kurs: 17,52 €
* Berechneter Fair Value (DCF): 14,85 €
* Analysten-Kursziel (Durchschnitt): 19,33 €
* Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -45,9%

Branchenkrise verschärft die Probleme

Die Skepsis des Bewertungsmodells wird durch die anhaltend schwierige Lage der europäischen Chemieindustrie untermauert. Der Sektor leidet unter strukturellen Nachteilen: extrem hohe Energiekosten im Vergleich zu den USA und einem Markt, der von billigen Importen überschwemmt wird. Berichten zufolge fließen etwa 75 Prozent der Investitionen deutscher energieintensiver Unternehmen ins Ausland. Für einen traditionsreichen deutschen Konzern wie Lanxess stellt dieses Umfeld eine erhebliche Belastung dar, die in der aktuellen Bewertung möglicherweise nicht vollständig eingepreist ist.

Die Lanxess-Aktie bewegt sich in einer gefährlichen Spanne zwischen optimistischen Analystenzielen und einer fundamentalen Bewertung, die von schwachen Cashflows und einem schwierigen Branchenumfeld geprägt ist. Der Abstand von über 18 Prozent zum berechneten Innerwert von 14,85 Euro markiert eine deutliche Warnlinie für value-orientierte Anleger. Die kommenden Quartalszahlen müssen zeigen, ob das Unternehmen eine Trendwende einleiten kann.

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