Das Kapitel Klöckner & Co als eigenständiges Börsenunternehmen nähert sich seinem Ende. Worthington Steel hat die Annahmeschwelle für das Übernahmeangebot gesenkt und die Frist verlängert — die Transaktion steht kurz vor dem Abschluss.

Die entscheidenden Wochen bis zum 26. März

Am 10. März senkte Worthington Steel die Mindestannahmeschwelle auf 57,5 % der ausstehenden Klöckner-Aktien und verlängerte die Annahmefrist bis zum 26. März 2026. Zu diesem Zeitpunkt hatte der US-Konzern bereits 56,92 % der Anteile gesichert — die Lücke zur neuen Schwelle ist minimal.

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CEO Guido Kerkhoff wies darauf hin, dass Management-Anteile von rund 4,5 % noch einzureichen sind, dies jedoch aufgrund der abgelaufenen Quiet Period erst jetzt möglich sei. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären weiterhin einstimmig die Annahme des Angebots von 11,00 € je Aktie.

Die Aktie notiert aktuell bei 11,88 € und damit nahe dem 52-Wochen-Hoch — ein klares Signal, dass der Markt den Vollzug der Transaktion einpreist.

Operative Erholung als solides Fundament

Parallel zur Übernahmedynamik legte Klöckner am 11. März die Jahreszahlen für 2025 vor. Das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten stieg auf 171 Mio. € nach 136 Mio. € im Vorjahr. Der operative Cashflow fiel mit 110 Mio. € zum vierten Mal in Folge deutlich positiv aus.

Der Absatz legte leicht auf 4,53 Mio. Tonnen zu, getragen vor allem durch die Expansion in den USA. Der Umsatz ging preis- und währungsbedingt auf 6,4 Mrd. € zurück. Das Konzernergebnis verbesserte sich spürbar auf -53 Mio. € — nach -176 Mio. € im Jahr zuvor.

Nordamerika als Wachstumsschwerpunkt

Für 2026 erwartet Klöckner eine erhebliche EBITDA-Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal rechnet das Unternehmen mit einem EBITDA zwischen 20 Mio. € und 60 Mio. €. Das Segment Power Transmission soll erneut um mehr als 15 % wachsen.

Drei konkrete Investitionsprojekte treiben den Nordamerika-Ausbau voran: ein Aluminium-Flachwalzwerk in Columbus, Mississippi (geplante Fertigstellung Ende 2026), ein neuer Schwerfabrikationsbetrieb in Paton, Iowa, sowie eine Laser-Blanklinie im mexikanischen Querétaro mit geplanter Inbetriebnahme in Q2 2026.

Mit dem Ablauf der Annahmefrist am 26. März dürfte feststehen, ob Worthington Steel die Mehrheit am über 100 Jahre alten Düsseldorfer Stahlhändler übernimmt — und damit ein eigenständiges börsennotiertes Klöckner der Vergangenheit angehört.

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