Der US-Konzern Worthington Steel macht ernst und räumt die größte Hürde für die Übernahme des Stahlhändlers Klöckner aus dem Weg. Mit einer deutlich gesenkten Mindestannahmeschwelle rückt der Vollzug der Transaktion in greifbare Nähe. Doch für Anleger ergibt sich aus der aktuellen Marktlage eine besondere Situation.

Ursprünglich wollte Worthington Steel 65 Prozent der Klöckner-Anteile einsammeln. Nun reicht den Amerikanern bereits eine Quote von 57,5 Prozent, um den Deal formell abzuschließen. Da sich der US-Konzern bis Anfang der Woche bereits 56,9 Prozent des Grundkapitals gesichert hat, fehlt nur noch ein minimaler Bruchteil. Die Annahmefrist für die Aktionäre verlängert sich durch diesen Schritt automatisch bis zum 26. März.

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Angebotspreis vs. Marktrealität

Worthington Steel zahlt weiterhin 11,00 Euro je Aktie in bar und schloss eine Aufstockung der Offerte explizit aus. Warum sollten Aktionäre ihre Papiere also zu diesem Preis andienen? Ein Blick auf die Kurstafel verdeutlicht die Diskrepanz: Die Aktie markierte gestern bei 11,58 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und notiert damit spürbar über dem Angebotspreis. Der starke Jahresauftakt mit einem Plus von über 41 Prozent seit Januar zeigt, dass der Markt den Deal bereits voll einpreist, Anleger ihre Papiere derzeit aber lukrativer über die regulären Börsenplätze verkaufen können.

Vorstand bleibt bei Empfehlung

Ungeachtet der aktuellen Kursentwicklung bewerten Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner die Offerte weiterhin als fair. Sie raten den verbleibenden Anteilseignern zur Annahme. Zur Einordnung: Der gebotene Preis von 11,00 Euro entspricht einem Aufschlag von 98 Prozent auf den unbeeinflussten Durchschnittskurs vor Bekanntwerden der ersten Übernahmeabsichten im Dezember.

Mit der neuen Schwelle von 57,5 Prozent ist ein Scheitern der Übernahme praktisch vom Tisch. Die entscheidende Frist endet nun am 26. März. Bis dahin müssen sich die verbleibenden Aktionäre entscheiden, ob sie das offizielle Barangebot annehmen oder den aktuellen Kursvorteil für einen Verkauf über die Börse nutzen.

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