Klöckner & Co Aktie: Übernahme fast perfekt
Der Düsseldorfer Stahlhändler Klöckner & Co präsentiert sich operativ in Bestform, doch die Tage auf dem Kurszettel scheinen gezählt. Während das Unternehmen eine deutliche Gewinnsteigerung für das abgelaufene Geschäftsjahr meldet, steht der US-Konkurrent Worthington Steel kurz davor, die entscheidende Mehrheit für eine vollständige Übernahme einzusammeln.
Zielgerade für Worthington Steel
Der US-Metallverarbeiter hat die Hürden für den Kauf kürzlich gesenkt. Die Mindestannahmeschwelle liegt nun bei 57,5 Prozent der ausgegebenen Aktien. Da sich die Amerikaner bereits knapp 57 Prozent der Anteile gesichert haben, fehlt nur noch ein minimaler Schritt bis zum Vollzug der Transaktion. Um die letzten benötigten Zusagen zu erhalten, wurde die Annahmefrist bis zum 26. März verlängert.
Eine Erhöhung des Barangebots von 11,00 Euro je Anteilsschein schloss der Käufer dabei aus. Bemerkenswert ist die Reaktion an der Börse: Der Kurs kletterte heute auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 11,74 Euro und notiert damit spürbar über der offiziellen Offerte. Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner bewerten die 2,4 Milliarden US-Dollar schwere Gesamttransaktion weiterhin als besten strategischen Weg für das Unternehmen.
Operative Erholung zum Abschied
Parallel zu den Übernahmebestrebungen legte Klöckner die Bilanz für 2025 vor. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg bereinigt um Sondereffekte deutlich auf 171 Millionen Euro. Zwar sanken die Konzernumsätze aufgrund von Preis- und Währungseffekten leicht auf 6,4 Milliarden Euro, doch unter dem Strich reduzierte das Management den Nettoverlust von 176 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 53 Millionen Euro. Ein striktes Management des Umlaufvermögens sorgte zudem für einen soliden operativen Cashflow von 110 Millionen Euro. Aktionäre sollen für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 0,20 Euro erhalten.
Fokus auf margenstarke Produkte
Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einer stabilen Absatzentwicklung und weiterem Gewinnwachstum. Treiber ist der strategische Fokus auf höherwertige Produkte und Dienstleistungen, die bereits jetzt den Großteil des operativen Ergebnisses ausmachen. Im ersten Quartal 2026 kalkuliert Klöckner mit einem EBITDA zwischen 20 und 60 Millionen Euro. Gelingt der Vollzug der Akquisition wie geplant im zweiten Halbjahr, wird Worthington Steel das operative Geschäft übernehmen und das Kapitel des eigenständigen börsennotierten Stahlhändlers endgültig schließen.
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