Heidelberger Druckmaschinen sichert sich einen neuen Großauftrag aus China. Bemerkenswert ist dabei das Timing: Während der wichtige Kooperationspartner Manroland Sheetfed genau wegen eines Markteinbruchs in der Volksrepublik in die Insolvenz rutschte, baut Heidelberg seine Position bei Asiens größtem Web-to-Print-Anbieter weiter aus. Dieser Kontrast beleuchtet die aktuelle Zweiteilung im globalen Druckmaschinensektor.

Die chinesische Grand Printing Group orderte sechs Bogenoffsetdruckmaschinen des Typs Speedmaster CX 92. Der Deal knüpft an Kapazitätserweiterungen aus dem Vorjahr an. Das Kernelement des Auftrags liegt in der nahtlosen Einbindung der neuen Hardware in die bestehende Software-Infrastruktur des Kunden. Heidelberg positioniert sich hier als Systemintegrator, der die Flexibilität des Digitaldrucks mit der Kosteneffizienz des Offsetverfahrens verknüpft.

Festhalten am insolventen Partner

Das Branchenumfeld bleibt derweil angespannt. Anfang März meldete der Kooperationspartner Manroland Sheetfed ein Schutzschirmverfahren an. Auslöser war ein massiver Nachfrageeinbruch im chinesischen Markt, der bei der britischen Muttergesellschaft zu zweistelligen Millionenverlusten führte.

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Trotz dieser Turbulenzen hält das Management von Heidelberg an dem gemeinsamen Großformatprojekt fest. Bereits im April soll die erste Demomaschine des Typs Cartonmaster CX 145 am Standort Wiesloch-Walldorf installiert werden. Die Entscheidung, trotz des laufenden Verfahrens an der technischen Grundlage der Roland Evolution 900-Plattform festzuhalten, signalisiert Käufern teurer Industrieanlagen finanzielle und operative Kontinuität.

Solide Finanzbasis trifft auf Kursverluste

Operativ zeigt sich ein gemischtes Bild. Nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz um 6,1 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte schmälerten jedoch das Ergebnis, während sich die bereinigte EBITDA-Marge leicht auf 7,1 Prozent verbesserte. Zur Absicherung des operativen Geschäfts hat das Unternehmen zudem Anfang des Jahres einen neuen Konsortialkredit über 436 Millionen Euro gesichert, der bis 2030 läuft.

Am Aktienmarkt spiegelt sich die fundamentale Stabilität bisher kaum wider. Mit einem aktuellen Kurs von 1,33 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von rund 34 Prozent. Der nachlassende allgemeine Auftragseingang und die Insolvenz des Partners belasten die Stimmung der Investoren.

Am 10. Juni legt Heidelberger Druckmaschinen die Bilanzzahlen für das Gesamtjahr vor. Dann wird das Management detailliert aufzeigen müssen, inwieweit neue Geschäftsfelder wie hochpräziser Anlagenbau und Green Technologies die strukturellen Schwächen im klassischen Druckmaschinenmarkt mittelfristig kompensieren.

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