Für Aktionäre des Stahlhändlers Klöckner & Co beginnt das große Nervenflattern. Der geplante Milliardendeal mit dem US-Konzern Worthington Steel droht auf den letzten Metern zu scheitern. Eine Woche vor Ablauf der entscheidenden Frist klafft noch eine deutliche Lücke zur geforderten Mindestannahmeschwelle – mit potenziell gravierenden Folgen für den Aktienkurs.

Der Streubesitz zögert

Bis zum 12. März 2026 muss die Hürde von 65 Prozent der Stimmrechte genommen werden, damit die Übernahme zustande kommt. Aktuell wurden dem Bieter jedoch erst rund 53 Prozent der Anteile angedient. Diese Zahl ist alarmierend, da der Großaktionär Swoctem seine 41,53 Prozent bereits vollständig eingebracht hat. Das bedeutet im Umkehrschluss: Die freien Aktionäre halten sich trotz der Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat massiv zurück.

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Das Angebot von Worthington Steel liegt bei 11,00 Euro je Aktie in bar, ergänzt durch eine in Aussicht gestellte Dividende von 0,20 Euro. Mit einem Schlusskurs von 11,04 Euro am Mittwoch notiert das Papier aktuell nah an diesem Niveau. Die Prämie von fast 98 Prozent auf den Kurs vor den ersten Gerüchten scheint vielen Anlegern noch nicht Anreiz genug zu sein, ihre Stücke aus der Hand zu geben.

Kein Poker mehr möglich?

Spekulationen auf eine Nachbesserung des Angebots könnten sich als gefährliche Fehlkalkulation erweisen. Marktberichten zufolge gilt eine Erhöhung der Barofferte als äußerst unwahrscheinlich, da dies die gesamte Finanzierungsstruktur des Deals gefährden würde. Auch eine Senkung der 65-Prozent-Hürde steht aktuell nicht zur Debatte.

Für Anleger ist die Fallhöhe enorm. Sollte die Mindestannahmeschwelle bis zum Stichtag nicht erreicht werden, verfällt das Angebot und die bereits angedienten Aktien werden in die Depots zurückgebucht. Ohne die Übernahmefantasie droht ein Rückfall auf das fundamentale Bewertungsniveau, das vor den Gerüchten bei lediglich rund sechs Euro lag.

Das Szenario ist eindeutig: Wird die Lücke von zwölf Prozentpunkten in den verbleibenden Tagen nicht geschlossen, platzt der Deal. Die Entscheidung über die Zukunft der Klöckner-Aktie fällt somit endgültig am 12. März.

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