Renk legt heute seine vollständigen Geschäftszahlen für 2025 vor. Während die Kerndaten bereits bekannt sind, richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Guidance für 2026. Das Management hat ein bereinigtes EBIT von 277 Millionen Euro in Aussicht gestellt – ein ambitionierter Sprung, der nun mit konkreten operativen Hebeln untermauert werden muss.

Die Zahlen sind Nebensache

Die formelle Bilanzpressekonferenz in Augsburg bringt keine Überraschungen mehr. Der Augsburger Antriebsspezialist hatte bereits im Februar die wichtigsten Eckdaten kommuniziert: Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro, bereinigtes EBIT zwischen 210 und 235 Millionen Euro. Die vollständig geprüften Zahlen sind weitgehend eingepreist.

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Investoren schauen längst über das abgelaufene Jahr hinaus. Im Fokus stehen die operativen Pläne für 2026 und die Frage, wie realistisch die genannten Zielmarken sind. Besonders gespannt warten Analysten auf Updates zu den erwarteten Großaufträgen aus Deutschland, Polen und Italien, die im ersten Quartal gebucht werden sollen.

Starkes Momentum im Verteidigungsgeschäft

Die Neunmonatszahlen untermauern die Dynamik des Unternehmens. Der Auftragseingang kletterte um 45,2 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 19,2 Prozent auf 928 Millionen Euro zu. Das bereinigte EBIT stieg überdurchschnittlich um 25,5 Prozent auf 141 Millionen Euro – die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 15,2 Prozent.

Haupttreiber bleibt das Verteidigungsgeschäft, das seinen Umsatz um 25,2 Prozent auf 690 Millionen Euro steigerte. Der Auftragseingang in diesem Segment sprang um 47,7 Prozent auf 932 Millionen Euro. Mit einem Book-to-Bill-Ratio von 1,3 und einem Gesamtauftragsbestand von 6,4 Milliarden Euro hat sich die Planungssicherheit für die kommenden Jahre deutlich erhöht.

US-Geschäft gewinnt an Gewicht

Unmittelbar vor dem Bilanztermin meldete die US-Tochter Renk America neue Verträge im Wert von über 50 Millionen Dollar. Darunter ein 25-Millionen-Auftrag für beschleunigte Wartung kritischer Plattformen sowie ein 18-Millionen-Vertrag für AVDS-Panzermotor-Komponenten.

Bis 2030 plant das Unternehmen, 150 Millionen Dollar in den Standort Michigan zu investieren – 70 Millionen für Sachanlagen, 80 Millionen für Forschung und Entwicklung. Das Programm soll bis zu 270 neue Arbeitsplätze schaffen und die Abhängigkeit vom europäischen Markt verringern. Parallel läuft im Inland die Initiative „Made for Germany" mit einem Budget von 325 Millionen Euro bis 2028.

Kurs reagiert auf geopolitische Lage

Die Aktie notiert derzeit 36 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro. Der europäische Rüstungssektor geriet zuletzt unter Druck, weil Friedensgespräche zur Ukraine die Erwartungen an dauerhaft steigende Verteidigungsbudgets dämpften. Nach dem US-Angriff auf den Iran sprang die Renk-Aktie gegen den DAX-Trend an und behauptet sich in dieser Woche knapp im Plus.

Das Unternehmen ist seit Februar 2024 börsennotiert und seit März 2025 MDAX-Mitglied. Die nächsten wichtigen Termine sind der Q1-Pre-Close-Call am 22. April sowie die Q1-Zahlen am 6. Mai.

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