Anleger kehren Gold-Fonds in einem historisch einmaligen Tempo den Rücken. Allein im März 2026 verzeichneten Rohstoff-ETFs in den USA Nettoabflüsse von rund elf Milliarden US-Dollar – der massivste monatliche Rückzug seit über zwei Jahrzehnten. Diese Kapitalflucht trifft nicht nur das Edelmetall selbst, sondern setzt vor allem die Minenbetreiber unter Druck.

Kapitalrotation und Gewinnmitnahmen

Die Gründe für den massiven Exodus sind vielfältig. Marktbeobachter sehen in den Abflüssen vor allem Gewinnmitnahmen nach der vorangegangenen Gold-Rallye. Zudem lasten ein starker US-Dollar und die Aussicht auf eine restriktive Geldpolitik der US-Notenbank auf dem zinslosen Edelmetall. Ein Teil des Kapitals scheint zudem direkt in Bitcoin-ETFs zu fließen, die im selben Zeitraum deutliche Zuflüsse verbuchten.

Besonders deutlich wurde der Trend beim SPDR Gold Shares ETF (GLD), der allein über sieben Milliarden US-Dollar verlor. Am 4. März kam es dort zum größten Einzelabfluss seit zehn Jahren. Diese Dynamik zeigt, wie schnell sich das Sentiment am Rohstoffmarkt derzeit dreht.

Minenwerte unter doppeltem Druck

Kritisch ist die Lage für die im L&G Gold Mining ETF enthaltenen Unternehmen. Es zeigt sich eine zunehmende Entkoppelung: Selbst wenn der Goldpreis stabil bleibt, geraten Minenaktien ins Visier der Verkäufer. Branchenriesen wie die Newmont Corporation kämpfen mit sinkenden Fördermengen und steigenden Betriebskosten.

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Für das laufende Jahr 2026 wird bei vielen Produzenten ein operativer Tiefpunkt erwartet. Die sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC) steigen weiter an, was die Margen der Unternehmen trotz eines historisch hohen Goldpreises schmälert. Makroökonomischer Gegenwind und die Kosteninflation bei Energie und Löhnen bleiben die zentralen Belastungsfaktoren für den Sektor.

Technische Lage des ETF

Der L&G Gold Mining ETF spiegelt diese fundamentale Schwäche deutlich wider. Mit einem aktuellen Kurs von 91,40 Euro verzeichnete der Titel allein in den letzten 30 Tagen ein Minus von rund 22,5 Prozent. Die Volatilität ist mit fast 49 Prozent annualisiert extrem hoch, was den spekulativen Charakter des Sektors unterstreicht.

Zwar gab es am 20. März einen kurzzeitigen Anstieg durch einen Pivot-Boden, doch die gleitenden Durchschnitte signalisieren weiterhin eine kurzfristige Schwäche. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt aktuell bei 62,6 Punkten und deutet damit nicht mehr auf einen unmittelbar überverkauften Zustand hin, wie es noch vor wenigen Tagen der Fall war.

Die Kombination aus massiven Kapitalabflüssen bei den physisch hinterlegten ETFs und den operativen Problemen der Förderunternehmen sorgt für ein schwieriges Umfeld. Solange die Kosteninflation bei den Produzenten nicht eingedämmt wird, bleibt die Bewertung der Minenwerte trotz des jüngsten Kursrückgangs anfällig für weitere Korrekturen.

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