Klöckner & Co Aktie: Delisting rückt näher
Für die Aktionäre des Stahlhändlers bricht die letzte Entscheidungswoche an. Bis zum 26. März läuft die Annahmefrist für das Übernahmeangebot durch Worthington Steel. Da die Amerikaner die Mindestannahmeschwelle zuletzt von 65 auf 57,5 Prozent gesenkt haben, rückt ein erfolgreicher Abschluss in greifbare Nähe – mit weitreichenden Konsequenzen für alle Investoren, die ihre Papiere über das Fristende hinaus behalten wollen.
Institutionelle Anleger in Bewegung
Auf den letzten Metern vor Fristende positionieren sich die Großaktionäre neu. Während JPMorgan seinen Anteil unter die Meldeschwelle auf 4,80 Prozent reduzierte, baute die DWS Investment ihre Position durch den Erhalt von Aktiensicherheiten auf 6,97 Prozent aus. Worthington Steel selbst hatte sich bis Anfang März bereits 56,9 Prozent der Anteile gesichert und schrammt damit nur noch haarscharf an der neu definierten Erfolgsmarke vorbei.
Squeeze-out und Rückzug von der Börse
Gelingt die Übernahme, plant Worthington Steel tiefgreifende strukturelle Veränderungen. Je nach finaler Annahmequote stehen ein Beherrschungsvertrag oder, bei einem Anteil von über 90 Prozent, ein kompletter Squeeze-out auf der Agenda. Zudem prüfen die Amerikaner ein Delisting vom Frankfurter regulierten Markt. Das Barangebot der Käufer liegt bei 11,00 Euro je Aktie. Mit einem Schlusskurs von 11,72 Euro am gestrigen Donnerstag notiert das Papier aktuell jedoch spürbar über dieser offiziellen Offerte.
Operativer Umbau flankiert den Deal
Abseits des Übernahmepokers treibt das Management die strategische Neuausrichtung voran. Nach einem soliden Geschäftsjahr 2025 mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 171 Millionen Euro verschlankt das Unternehmen sein Portfolio. Der Verkauf von acht US-Distributionsstandorten und dem Brasilien-Geschäft setzt Mittel frei, die direkt in drei nordamerikanische Großprojekte fließen, darunter ein neues Aluminium-Flachwalzwerk in Mississippi. Mittlerweile erwirtschaftet der Konzern 44 Prozent seines Umsatzes mit höherwertigen Verarbeitungsleistungen.
Vorstand und Aufsichtsrat raten den Anlegern weiterhin zur Annahme der 11-Euro-Offerte. Nach Ablauf der Frist am kommenden Donnerstag wird sich unmittelbar entscheiden, ob Worthington Steel die notwendige Mehrheit erreicht hat und die rechtlichen Schritte für den Börsenrückzug des SDAX-Konzerns offiziell einleitet.
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