Jungheinrich Aktie: Strategische Weichenstellung
Jungheinrich blickt auf ein starkes Börsenjahr zurück, doch die kommenden Monate stehen im Zeichen des Umbruchs. Während die geplante Veräußerung des Russland-Geschäfts das operative Ergebnis im laufenden Jahr belasten dürfte, setzt der Konzern mit einer neuen Marke in Asien massiv auf Expansion. Reicht diese Wachstumsstrategie aus, um die bevorstehenden Sonderbelastungen aufzufangen?
Wichtige Eckpunkte für Anleger:
- 26. März 2026: Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 inklusive Earnings Call.
- 18. Mai 2025: Ordentliche Hauptversammlung.
- Strategischer Fokus: Markteinführung der neuen Marke „AntOn by Jungheinrich“ im Asien-Pazifik-Raum (Januar 2026).
- Sondereffekt: Erwartete Ergebnisbelastung durch den Verkauf der russischen Tochtergesellschaft im Jahr 2026.
Russland-Ausstieg belastet die Bilanz
Nachdem Jungheinrich bereits Ende letzten Jahres seine Prognose für 2025 anpassen musste, rückt nun die operative Umsetzung des Russland-Ausstiegs in den Fokus. Die Verschiebung von Veräußerungseffekten in das Geschäftsjahr 2026 bedeutet zwar kurzfristige Klarheit für die Bilanz 2025, wird jedoch das kommende operative Ergebnis dämpfen.
Anleger warten gespannt auf den 26. März, wenn das Management detailliert erläutert, wie tief die Einschnitte durch den Verkauf der Tochtergesellschaft tatsächlich ausfallen. Trotz dieser spezifischen Belastung notiert die Aktie mit einem Schlusskurs von 36,40 € weiterhin deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 33,96 €, was auf ein intaktes langfristiges Vertrauen des Marktes hindeutet.
Expansion in Asien als Gegengewicht
Um die Abhängigkeiten in Europa zu verringern und neue Wachstumsmärkte zu erschließen, hat Jungheinrich im Januar 2026 die Marke „AntOn“ für den Asien-Pazifik-Raum gestartet. Dieser Schritt zielt auf die steigende Nachfrage nach automatisierten Intralogistik-Lösungen ab.
Die Marktreaktion war zuletzt verhalten; auf Sicht von sieben Tagen verzeichnete der Titel ein Minus von 4,61 %. Dennoch bleibt die Performance im Zwölf-Monats-Vergleich mit einem Plus von über 45 % beachtlich. Mit einem aktuellen Relative-Stärke-Index (RSI) von 43,1 signalisiert das Papier derzeit weder einen überkauften noch einen massiv überverkauften Zustand, was Raum für eine Stabilisierung im Vorfeld der Quartalszahlen lässt.
Ausblick und charttechnische Lage
Die kurzfristige Entwicklung der Aktie wird maßgeblich davon abhängen, ob die psychologisch wichtige Marke am 50-Tage-Durchschnitt bei aktuell 35,57 € verteidigt werden kann. Sollte dieser Support halten, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend trotz der Russland-Thematik bestehen. Ein entscheidender Impulsgeber wird der Earnings Call am 26. März sein: Hier muss das Management belegen, dass die Expansion in Asien die erwarteten Erlösausfälle in Osteuropa zeitnah kompensieren kann.
Jungheinrich-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Jungheinrich-Analyse vom 01. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Jungheinrich-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Jungheinrich-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Jungheinrich: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








