Der Londoner RegTech-Anbieter Diginex vollzieht innerhalb weniger Wochen eine strategische Neuausrichtung: Neue CEO an der Spitze, drei Übernahmen abgeschlossen und ein Joint Venture in Brasilien gestartet. Die Transformation vom reinen ESG-Software-Anbieter zur integrierten Nachhaltigkeitsplattform nimmt Fahrt auf.

Die wichtigsten Entwicklungen im Januar 2026:

  • Lubomila Jordanova übernimmt CEO-Posten
  • Plan-A-Übernahme für 55 Millionen Euro abgeschlossen
  • Joint Venture in Brasilien unterzeichnet
  • Visa und Deutsche Bank als neue Aktionäre gewonnen

Gründerin von Plan A übernimmt Führung

Am 28. Januar berief Diginex Lubomila Jordanova zur neuen CEO. Die Gründerin von Plan A bringt ein etabliertes Netzwerk mit: Unter ihrer Führung baute das Carbon-Accounting-Unternehmen Partnerschaften mit Visa und BMW auf und gewann über 1.500 Unternehmenskunden weltweit. Der bisherige CEO Mark Blick wechselt in eine Beraterrolle.

Die Personalie folgt auf den Abschluss der Plan-A-Übernahme vom 14. Januar. Diginex zahlte 3 Millionen Euro bar und gab 6,72 Millionen eigene Aktien im Wert von 52 Millionen Euro aus. Die Transaktion brachte Visa und die Deutsche Bank als strategische Investoren ins Unternehmen.

Technologie-Kombination aus ESG und Carbon

Die Akquisition verbindet zwei Ansätze: Diginex bietet eine ESG-Reporting-Plattform, die 19 globale Standards abdeckt. Plan A bringt Carbon-Accounting-Technologie ein. Das kombinierte Angebot adressiert die wachsenden Anforderungen durch EU-Nachhaltigkeitsrichtlinien wie die CSRD.

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Zusätzlich übernahm Diginex am 8. Januar The Remedy Project aus Hongkong – ein Beratungsunternehmen für Menschenrechts-Due-Diligence in Lieferketten. Damit erweitert sich das Portfolio um einen dritten Compliance-Baustein.

Brasilien-Expansion mit staatlicher Unterstützung

Am 23. Januar unterzeichnete Diginex ein Joint-Venture-Rahmenabkommen mit BGlobal und dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Die geplante Plattform soll Dekarbonisierung und ESG-Reporting digital abbilden. Das Pilotprojekt startet im Rindfleischsektor, weitere Branchen sollen folgen.

Das Timing ist strategisch: Der brasilianische Dekarbonisierungsmarkt wird laut Unternehmensangaben von 43,1 Milliarden Dollar (2024) auf 76,8 Milliarden Dollar (2030) wachsen. Der Markt für Sustainability-Management-Software soll sich im gleichen Zeitraum von 141,4 auf 341,4 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Mato Grosso gilt als eine der wichtigsten Agrarregionen des Landes.

Integration als nächster Schritt

Die drei Akquisitionen und das Brasilien-Projekt müssen nun operativ umgesetzt werden. Diginex positioniert sich als Vollsortimenter für Nachhaltigkeits-Compliance – von Carbon Accounting über ESG-Reporting bis zur Lieferketten-Transparenz. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Integration der übernommenen Unternehmen gelingt und das Brasilien-Geschäft tatsächlich Umsatz generiert.

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