Die IREN-Aktie hat im Januar deutlich an Schwung gewonnen. Analysten-Upgrades, ein milliardenschwerer Microsoft-Vertrag und der Umbau Richtung KI-Infrastruktur treiben die Fantasie. Gleichzeitig bleibt die Volatilität hoch – und der nächste Test steht mit den Q2-Zahlen Anfang Februar bereits vor der Tür.

  • Deutliche Kursgewinne im Januar
  • Starke Analystenunterstützung mit hohen Kurszielen
  • Milliardenvertrag mit Microsoft als zentrale Stütze
  • Strategischer Schwenk von Bitcoin-Mining zu KI-Cloud
  • Hohe Bewertung und ausgeprägte Schwankungen

Analysten feuern Januar-Rally an

Im Januar hat sich die Stimmung rund um IREN spürbar gedreht. H.C. Wainwright stufte die Aktie am 13. Januar von „Sell“ auf „Buy“ hoch und setzte das Kursziel auf 80 US-Dollar. Der Analyst bezeichnete 2026 als Schlüsseljahr für den Ausbau der KI-Infrastruktur des Unternehmens.

Bernstein hatte IREN bereits Anfang Januar zu seiner Top-KI-Empfehlung für 2026 erklärt. Diese Kombination aus positiven Einschätzungen löste einen kräftigen Schub aus: Zwischen dem 9. und 16. Januar sprang der Kurs von 46,03 auf 57,82 US-Dollar, ein Plus von rund 25,6 Prozent innerhalb einer Woche. An mehreren Tagen lag das Handelsvolumen dabei deutlich über 53 Millionen Aktien.

Am 23. Januar schloss die Aktie bei 56,68 US-Dollar, nach einem Tagesplus von 8,46 Prozent bei mehr als 56 Millionen gehandelten Papieren und damit klar über dem Durchschnitt von 38 Millionen. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 18,6 Milliarden US-Dollar, das durchschnittliche Analystenkursziel bei 84,85 US-Dollar. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 5,12 bis 76,87 US-Dollar – ein Hinweis auf die extremen Schwankungen der vergangenen Monate.

Microsoft-Deal als Fundament

Im Zentrum der Investmentstory steht der mehrjährige Vertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung umfasst stufenweise Bereitstellungen in den Childress-Anlagen in Texas bis 2026. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt fünf Jahre, dazu kommt eine Kunden-Vorauszahlung von 20 Prozent.

Unternehmensangaben zufolge soll dieser Vertrag im Vollausbau etwa 1,94 Milliarden US-Dollar an annualisierter Run-Rate-Umsatz generieren. Microsoft erhält im Rahmen der Kooperation Zugriff auf Nvidia-GB300-Grafikprozessoren, die für das Training und den Betrieb fortgeschrittener KI-Modelle entscheidend sind.

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Damit verankert der Deal den langfristigen Ausbau der KI-Infrastruktur und stützt die optimistische Sicht vieler Analysten auf die künftige Umsatzbasis.

Vom Bitcoin-Miner zum KI-Anbieter

IREN treibt den strategischen Wandel vom Bitcoin-Mining hin zu KI-Cloud-Diensten voran. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (per 30. September 2025) meldete das Unternehmen:

  • Gesamtumsatz: 240,3 Mio. US-Dollar (+355 % gegenüber Vorjahr)
  • Umsatz aus Bitcoin-Mining: 232,9 Mio. US-Dollar
  • Umsatz aus KI-Cloud-Services: 7,3 Mio. US-Dollar
  • Adjusted EBITDA: 91,7 Mio. US-Dollar

Noch dominiert das Mining-Geschäft klar den Umsatzmix. Der Konzern zielt jedoch darauf ab, bis Ende 2026 eine annualisierte Run-Rate von 3,4 Milliarden US-Dollar im Bereich AI Cloud zu erreichen, gestützt auf eine Erweiterung auf 140.000 GPUs. Das wäre ein gewaltiger Sprung von den aktuellen KI-Erlösen.

Die zentrale Frage lautet daher: Gelingt der Übergang von einem vor allem Krypto-getriebenen Modell hin zu einem skalierbaren KI-Infrastruktur-Anbieter? Der Ausbau der Kapazitäten und der Fortschritt beim Microsoft-Projekt werden darüber entscheidend mitbestimmen.

Infrastruktur-Ausbau im Fokus

Die Projektpipeline umfasst mehrere große Standorte:

  • Sweetwater 1 (1.400 MW): Inbetriebnahme der Umspannstation für April 2026 angepeilt
  • Sweetwater 2 (600 MW): Inbetriebnahme der Umspannstation für Ende 2027 vorgesehen
  • Childress (750 MW): Beschleunigter Ausbau für die Microsoft-Implementierungen
  • British Columbia (160 MW): GPU-Umrüstung läuft bis 2026

Insgesamt verfügt das Unternehmen über ein netzgebundenes Stromportfolio von 3 Gigawatt. Aktuelle GPU-Installationen decken bislang nur etwa 16 Prozent dieser Kapazität ab. Das lässt erheblichen Spielraum für weiteres Wachstum in der KI-Infrastruktur erkennen, setzt aber auch eine planmäßige Umsetzung der Ausbauprojekte voraus.

Hohe Schwankungen vor den Zahlen

Nach der kräftigen Januar-Rally zeigen technische Indikatoren eine überkaufte Lage. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert nahe 68, auch stochastische Oszillatoren signalisieren kurzfristig Überhitzung. Mit einem Beta von 4,27 zählt der Titel klar zu den volatilen Werten.

Der nächste entscheidende Termin ist der Q2-Bericht am 5. Februar. Im Mittelpunkt stehen dann Fortschritte beim GPU-Rollout, neue Kunden im KI-Geschäft und mögliche Aktualisierungen zum Zeitplan des Microsoft-Vertrags. Diese Daten dürften maßgeblich bestimmen, ob die jüngste Kursrally eine Grundlage im operativen Geschäft erhält oder ob zunächst eine Korrektur ansteht.

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