Intel setzt in der KI-Infrastruktur spürbar auf Tempo – doch ausgerechnet im klassischen Servergeschäft bremsen Lieferprobleme. Der Markt bewertet gerade, was am Ende stärker wiegt: neue KI-Inpulse oder operative Engpässe. Genau dieses Spannungsfeld prägte auch die Kursreaktion zur Wochenmitte.

Wichtige Punkte im Überblick:
- Intel beteiligt sich laut Reuters mit rund 100 Mio. US-Dollar an einer Finanzierungsrunde bei SambaNova Systems (Gesamtvolumen: über 350 Mio. US-Dollar).
- In China sollen sich Lieferzeiten für bestimmte Xeon-Serverprozessoren laut Reuters/Wccftech auf bis zu sechs Monate verlängert haben.
- Für betroffene Serverprodukte werden in China Preisaufschläge von über 10% genannt.
- Neue Partnerschaft für Speichertechnik: „Z-Angle Memory“ (ZAM) mit SAIMEMORY; Prototypen ab 2027 erwartet.

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KI-Offensive: Geld und Personal

Nach Reuters-Berichten beteiligt sich Intel an einer großen Finanzierungsrunde des KI-Chip-Startups SambaNova Systems. Angeführt wird die Runde von Vista Equity Partners und Intel, insgesamt geht es um mehr als 350 Mio. US-Dollar. Intels Anteil soll bei rund 100 Mio. US-Dollar liegen.

Der Schritt passt zur Ausrichtung, im Umfeld generativer KI stärker präsent zu sein – auch über die eigene Fertigung hinaus. Parallel dazu hat Intel den früheren Qualcomm-Manager Eric Demers als Chief GPU Architect geholt. Er soll die künftige GPU-Entwicklung maßgeblich mitgestalten.

Servergeschäft unter Druck: Wartezeiten in China

Während Intel strategisch nach vorn schaut, bleiben die operativen Hürden konkret. Reuters und Wccftech zufolge informierte Intel Kunden in China über deutlich längere Lieferzeiten für Serverprozessoren. Für bestimmte Xeon-CPUs sollen sich Wartezeiten auf bis zu sechs Monate ausgedehnt haben – ausgelöst durch Produktionsengpässe und eine Kapazitätspriorisierung zugunsten von KI-Beschleunigern.

Die Knappheit zeigt sich auch beim Preis: Marktdaten zufolge sind die Preise für diese Serverprodukte in China um mehr als 10% gestiegen. In einer jüngsten Telefonkonferenz räumte CEO Lip-Bu Tan zudem ein, dass Intel die stark anziehende Nachfrage großer Cloud-Anbieter derzeit nicht vollständig bedienen kann.

Neuer Speicher: Alternative zu HBM

Zusätzlich baut Intel Kooperationen für künftige Hardware-Anforderungen aus. Anfang Februar wurde eine Zusammenarbeit mit SAIMEMORY, einer SoftBank-Tochter, formalisiert. Gemeinsam soll „Z-Angle Memory“ (ZAM) entwickelt werden – als energieeffizientere Alternative zu High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Anwendungen. Prototypen werden für 2027 in Aussicht gestellt.

Im Fokus steht damit nicht nur Rechenleistung, sondern auch das Nadelöhr Speicher und Energiebedarf, das KI-Systeme oft ausbremst.

Der Markt reagierte gestern dennoch freundlich: Die Aktie legte um rund 2,5% auf etwa 48,29 US-Dollar zu. Nach dem vorherigen Rücksetzer überwog damit offenbar die Perspektive der „AI Factory“-Strategie – untermauert durch die SambaNova-Beteiligung und einen angekündigten Auftritt bei der MWC Barcelona – gegenüber den kurzfristigen Lieferproblemen im Serverbereich.

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