Bitcoin: Droht Stillstand?
Bitcoin hat diese Woche eine wichtige psychologische Marke gerissen – und damit eine Kettenreaktion ausgelöst. Der Rücksetzer traf vor allem gehebelte Optimisten auf dem falschen Fuß. Spannend ist dabei weniger der einzelne Kursimpuls, sondern was On-Chain-Daten und Miner-Zahlen über den Druck im System verraten.
Hebel fliegen raus – und der Markt rutscht mit
Am 11. Februar fiel der Bitcoin-Preis unter 66.000 US-Dollar. Dieser Bruch löste laut Bericht eine Welle erzwungener Verkäufe aus: Innerhalb von 24 Stunden wurden am Kryptomarkt gehebelte Positionen im Umfang von rund 394 Mio. US-Dollar liquidiert, davon entfielen etwa 196 Mio. US-Dollar auf Bitcoin-Futures.
Betroffen waren vor allem Long-Positionen mit Hebel. Das deutet darauf hin, dass viele Trader die Geschwindigkeit der Abwärtsbewegung unterschätzt hatten. In der Folge sank die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung auf etwa 2,32 Billionen US-Dollar.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Liquidationen gesamt (24h): ca. 394 Mio. US-Dollar
- Davon Bitcoin-Futures: ca. 196 Mio. US-Dollar
- Gesamtmarkt-Kapitalisierung danach: ca. 2,32 Bio. US-Dollar
On-Chain-Daten: Realisierte Verluste auf Kapitulationsniveau
On-Chain-Kennzahlen zeichnen ein Bild, das eher nach „Aufräumen“ als nach einer normalen Delle aussieht. Der 7-Tage-Durchschnitt der realisierten Bitcoin-Verluste lag demnach bei rund 2,3 Mrd. US-Dollar. Einige Analysten ordnen das als eines der größten Kapitulationsereignisse in der Bitcoin-Historie ein – vergleichbar mit Rückgängen während des Crashs 2021 und dem Terra/Luna-Kollaps 2022.
Besonders unter Druck: jüngere Marktteilnehmer. Der geschätzte Einstandspreis („Cost Basis“) kurzfristiger Halter liegt laut Bericht bei rund 94.200 US-Dollar. Damit sitzt ein großer Teil der neueren Käufer deutlich im Minus – was den Verkaufsdruck in Stressphasen typischerweise verstärkt, weil Verluste schneller realisiert werden.
Miner und Regulierung: Gegenwind von zwei Seiten
Die Abwärtsbewegung trifft auch den Mining-Sektor. Die Miner-Erlöse (gemessen als „Hashprice“) fielen am 11. Februar auf etwa 0,034 US-Dollar pro Terahash pro Sekunde. Sinkende Erträge drücken die Margen – vor allem bei weniger effizienten Betreibern. Der Bericht verknüpft diesen finanziellen Druck mit einer historischen Schwierigkeitsanpassung: Am 9. Februar wurde die Mining-Difficulty um 11% nach unten korrigiert, nachdem unrentable Miner den Betrieb einstellen mussten.
Parallel dazu verschiebt sich der regulatorische Rahmen weiter. In den USA sprach sich SEC-Chef Paul S. Atkins am 12. Februar vor einem Senatsausschuss für den CLARITY Act aus, der klare Regeln für Kryptomärkte schaffen soll. In Europa veröffentlichte die EBA neue Leitlinien für Kryptofirmen – mit Blick auf eine Frist am 2. März 2026 für Dienstleistungen rund um E-Geld-Token.
Aktuell notiert Bitcoin bei 66.195 US-Dollar und damit nahe den jüngsten Tiefs – ein Hinweis, dass der Markt die jüngste Bereinigung zwar verarbeitet, aber noch nicht abschüttelt.
Am 2. März 2026 rückt in Europa die nächste konkrete Marke näher: Dann greift die EBA-Frist für bestimmte Token-Dienstleistungen – während in den USA die Debatte um den CLARITY Act zeigt, dass auch dort der Ruf nach eindeutigeren Spielregeln lauter wird.
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