Intel Aktie: Hoffnungsschimmer
Intel bekommt gerade ausgerechnet dort Rückenwind, wo es am meisten zählen soll: im Foundry-Geschäft. Berichte über mögliches Interesse von Nvidia – und parallel auch Apple – lenken den Blick weg von den zuletzt ernüchternden Quartalszahlen. Doch wie belastbar ist diese neue Fantasie?
Gerüchte um Nvidia und Apple
Auslöser der jüngsten Aufmerksamkeit waren Berichte von DigiTimes und anschließende Marktspekulationen: Nvidia soll prüfen, Intels Foundry-Services für Teile der GPU-Produktion zu nutzen. Konkret geht es laut den Berichten um Komponenten der „Feynman“-Architektur, die für 2028 geplant ist.
Im Raum steht, dass Intel Teile der I/O-Dies auf Basis der Prozessknoten 18A oder 14A fertigen könnte. Zusätzlich kursiert das Gerücht, Intel könne bis zu 25% des Advanced Packaging (EMIB) übernehmen, während TSMC den Löwenanteil behalten würde. Parallel dazu wird auch Apple nachgesagt, den 18A-Prozess für künftige Chips zu evaluieren. Bestätigt ist das alles nicht – für eine Stimmungsaufhellung am Markt reichte es dennoch.
Ernüchternde Zahlen und vorsichtiger Ausblick
Der Optimismus rund um mögliche Großkunden steht im Kontrast zu den „harten“ Zahlen von vergangener Woche. Am 22. Januar meldete Intel für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 13,7 Mrd. US-Dollar, das waren 4% weniger als ein Jahr zuvor. Zwar traf das Unternehmen damit teilweise Erwartungen, doch das Foundry-Segment kämpft weiter mit der Profitabilität.
Noch stärker wog an der Börse der Ausblick: Für das laufende erste Quartal 2026 erwartet das Management nur 11,7 bis 12,7 Mrd. US-Dollar Umsatz – und blieb damit unter den Erwartungen der Wall Street. Als Gründe nannte Intel Produktionsprobleme, die das Bedienen der Nachfrage erschweren, sowie saisonale Schwäche zu Jahresbeginn.
Insiderkauf als Vertrauenssignal
Mitten in diese Gemengelage platzierte CFO David Zinsner ein Signal, das am Markt typischerweise positiv ankommt: Laut Meldung kaufte er am 26. Januar 5.882 Intel-Aktien zu durchschnittlich 42,50 US-Dollar – ein Volumen von rund 250.000 US-Dollar.
Solche Insiderkäufe werden häufig als Hinweis gewertet, dass das Management trotz operativer Gegenwinde an die mittelfristige Strategie glaubt – gerade dann, wenn der Kurs zuvor unter Druck stand.
Wichtige Fakten im Überblick:
- Q4-Umsatz 2025: 13,7 Mrd. US-Dollar (−4% zum Vorjahr)
- Q1-Prognose 2026: 11,7–12,7 Mrd. US-Dollar Umsatz
- Gerücht: Nvidia prüft Intel Foundry für Teile der „Feynman“-GPU (geplant 2028)
- Insiderkauf: CFO kaufte 5.882 Aktien zu Ø 42,50 US-Dollar
Zum Wochenschluss notiert die Aktie bei 47,60 US-Dollar und damit leicht im Minus. Entscheidend bleibt: Wenn Intel tatsächlich mehr Aufmerksamkeit für 18A und das Packaging gewinnt, kann das die „IDM 2.0“-Story stützen – kurzfristig steht dem aber ein Ausblick gegenüber, der vor allem Produktionshürden und Anlaufprobleme in den Vordergrund rückt.
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