Fiserv Aktie: Neue Klage
Für Fiserv kommt kurz vor den nächsten Quartalszahlen neuer juristischer Gegenwind aus Florida. Eine Kreditgenossenschaft wirft dem Konzern Mängel bei der IT-Sicherheit seiner Online-Banking-Plattform vor – während Fiserv parallel die KI-Kooperation mit ServiceNow ausbaut. Wie stark belastet das Thema „Cybersecurity“ die Story bis zum Zahlenwerk?
- Neue Klage: Vorwürfe zu unzureichenden Schutzmaßnahmen bei „Virtual Branch Next“
- Fiserv widerspricht: Unternehmen kündigt energische Verteidigung an
- KI-Partnerschaft: Ausbau mit ServiceNow, Einsatz neuer Funktionen ab Q1 2026 geplant
- Nächster Termin: Q4-Zahlen am 10. Februar (Telefonkonferenz 8:00 Uhr EST)
Klage aus Florida: Vorwürfe zur Plattform-Sicherheit
FiCare Federal Credit Union hat am Dienstag vor einem Bundesgericht in Tampa Klage eingereicht. Im Kern geht es um Fiservs Online-Banking-Plattform Virtual Branch Next. Laut der Beschwerde sollen Angreifer das System ausgenutzt haben, um Kundenkonten zu übernehmen und Geld zu stehlen.
Die Klage behauptet zudem, die Systeme hätten „grundlegende Sicherheitskontrollen“ vermissen lassen und würden Mitgliederdaten leicht angreifbar machen. Brisant: Nach den Vorfällen soll Fiserv zwar ein Sicherheits-Upgrade angeboten haben – laut FiCare jedoch gegen Aufpreis und verbunden mit einer Frist bis März, um einen neuen Vertrag zu unterzeichnen.
Fiserv weist die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher erklärte, man sei mit den Anschuldigungen nicht einverstanden und werde sich in dem Verfahren „energisch verteidigen“.
Weitere Verfahren: Kein Einzelfall
Die neue Klage folgt auf ähnliche Vorwürfe anderer Finanzinstitute. Bereits im Dezember hatte die Self-Help Credit Union aus North Carolina geklagt. Dort lautet der Vorwurf, Fiserv habe eigene Unternehmensdaten mit biometrischen Kontrollen abgesichert, Kunden aber auf schwächere, E-Mail-basierte Passcodes verwiesen.
Self-Help zielt unter anderem darauf ab, Kündigungsgebühren für einen vorzeitigen Vertragsausstieg für unwirksam erklären zu lassen – mit der Begründung, man solle nicht dafür zahlen müssen, ein aus ihrer Sicht unsicheres System zu verlassen.
Parallel: Ausbau der ServiceNow-KI
Am selben Tag der Klageeinreichung haben Fiserv und ServiceNow eine erweiterte strategische Zusammenarbeit angekündigt. Geplant ist, den Einsatz von ServiceNow „Now Assist“ für Financial Services Operations sowie im IT Service Management auszuweiten.
Ziel ist laut Mitteilung, die operative Widerstandsfähigkeit zu verbessern, indem KI direkt in Arbeitsabläufe integriert wird. Fiserv rechnet damit, die erweiterten Funktionen im ersten Quartal 2026 auszurollen. Der globale CTO Pete Cavicchia betonte, operative Stabilität und Resilienz seien grundlegend für den Service an Kunden.
Zum nächsten Fixpunkt wird der 10. Februar: Dann will Fiserv die Q4/2025-Ergebnisse vorlegen. Nach einem schwachen dritten Quartal steht der Bericht unter besonderer Beobachtung – damals meldete Fiserv ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,04 US-Dollar (Konsens: 2,64) sowie 4,92 Mrd. US-Dollar Umsatz (erwartet: 5,37 Mrd.).
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