Intel Aktie: Bedrohliche Wolken!
Die Intel-Aktie erlebte am Freitag einen dramatischen Absturz, der die jüngste Erholungsrallye abrupt beendete. Obwohl die Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal solide ausfielen, löste der Ausblick auf das erste Quartal 2026 Entsetzen bei den Anlegern aus. Der Chip-Riese kämpft mit einem paradoxen Problem: Die Nachfrage im KI-Sektor ist hoch, doch das Unternehmen kann aufgrund massiver Lieferengpässe nicht liefern.
Gewinne vernichtet
Der Kern des Kursrutsches liegt nicht in der Vergangenheit, sondern in der unmittelbaren Zukunft. Während Intel beim Umsatz im vierten Quartal zwar einen Rückgang verbuchte, beim Gewinn aber die Erwartungen übertraf, fokussierten sich die Marktteilnehmer fast ausschließlich auf die enttäuschende Guidance. Mit einem Tagesverlust von 15,48 Prozent auf 45,88 US-Dollar wurden weite Teile der Kursgewinne der letzten Wochen an einem einzigen Tag zunichtegemacht.
Für das laufende erste Quartal 2026 stellt das Management lediglich einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,00 US-Dollar in Aussicht – eine schwarze Null. Der prognostizierte Umsatz von 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar entspricht einem Rückgang von rund 11 Prozent gegenüber dem Vorquartal und liegt deutlich unter den Hoffnungen der Wall Street.
Lieferketten als Flaschenhals
Verantwortlich für die schwache Prognose sind gravierende Engpässe in der Fertigung. Finanzvorstand David Zinsner erklärte, dass diese Beschränkungen die gesamte Halbleiterindustrie betreffen, Intel jedoch besonders hart treffen. Das Unternehmen ist derzeit nicht in der Lage, die robuste Nachfrage nach Server-Chips vollständig zu bedienen – ausgerechnet jene Komponenten, die für KI-Rechenzentren essenziell sind.
Laut Zinsner wird die Verfügbarkeit im ersten Quartal ihren Tiefpunkt erreichen. Eine Besserung der Angebotssituation wird erst ab dem zweiten Quartal erwartet. Das Timing ist denkbar ungünstig, da Intel so den aktuellen KI-Investitionsboom nicht im vollen Umfang nutzen kann.
Gespaltene Bilanz
Ein Blick in die Sparten offenbart die Diskrepanz im Konzern. Die Einheit für Rechenzentren und KI wuchs um 9 Prozent auf 4,7 Milliarden US-Dollar, was die starke zugrundeliegende Nachfrage bestätigt. Im Gegensatz dazu schrumpfte das Geschäft mit PC-Chips (Client Computing) um 7 Prozent auf 8,2 Milliarden US-Dollar, bedingt durch eine anhaltende Schwäche im Konsumentenmarkt.
Um die Produktionslücken zu schließen, kündigte Intel an, die Investitionen in Fertigungsanlagen im Jahr 2026 zu erhöhen. Der Fokus richtet sich nun darauf, ob das Management das Versprechen einlösen kann, die Liefersituation ab dem zweiten Quartal spürbar zu entspannen und die liegengebliebene Nachfrage im KI-Bereich nachträglich zu bedienen.
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