IBM hat das Jahr 2026 mit soliden Quartalszahlen und einer bekräftigten Kaufempfehlung von Bank of America gestartet. Doch die Aktie notiert trotzdem rund 14 Prozent unter ihrem Stand vor einem Jahr. Was hält den Kurs zurück?

KI als Chance – und als Risiko

Bank of America hat ihr Kursziel von 340 US-Dollar und ihr Kaufrating nach einem Gespräch mit CEO Arvind Krishna bestätigt. Analyst Wamsi Mohan betonte dabei IBMs Positionierung im Bereich „Agentic AI" – also KI-Systemen, die eigenständig Aufgaben ausführen. Auch die schrittweise Modernisierung von Mainframe-Workloads, etwa für Echtzeit-Betrugserkennung, sieht BofA als Stärke. Hinzu kommen steigende Softwaremargen, ein starker freier Cashflow und das Potenzial im Quantencomputing.

Die Marktreaktion auf die Bestätigung blieb allerdings verhalten. Denn das eigentliche Problem liegt woanders: Die Aktie hat sich seit ihrem 52-Wochen-Hoch um mehr als 20 Prozent verbilligt. Auslöser war unter anderem die Ankündigung des KI-Unternehmens Anthropic, COBOL-Code modernisieren zu können – ein Bereich, in dem IBM traditionell eine führende Rolle spielt. Investoren fürchten, dass KI-Wettbewerber Kerngeschäfte von IBM unter Druck setzen könnten.

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Starke Zahlen, strategische Weichen

Die Fundamentaldaten sprechen zunächst eine andere Sprache. Im vierten Quartal 2025 erzielte IBM einen Gewinn je Aktie von 4,52 US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 4,33 US-Dollar. Der Quartalsumsatz stieg um 12,2 Prozent auf 19,69 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge liegt bei 58 Prozent.

Strategisch baut IBM weiter aus: Die geplante Übernahme des Daten-Streaming-Unternehmens Confluent für rund 11 Milliarden US-Dollar soll bis Mitte 2026 abgeschlossen werden. Parallel dazu forscht IBM gemeinsam mit Lam Research an Halbleiterprozessen unterhalb der Ein-Nanometer-Grenze – ein Projekt mit langem Zeithorizont, aber erheblicher technologischer Tragweite.

Auch im Bereich Cybersicherheit liefert IBM Argumente: Der jüngst veröffentlichte X-Force Threat Intelligence Index 2026 dokumentiert einen Anstieg von Angriffen über öffentlich zugängliche Anwendungen um 44 Prozent sowie eine Zunahme aktiver Ransomware-Gruppen um 49 Prozent. Das unterstreicht die Nachfrage nach IBMs Sicherheitsdienstleistungen – zeigt aber auch, wie exponiert die Kunden des Unternehmens selbst sind.

Ausblick: Q1-Zahlen als nächster Prüfstein

Ob IBMs strategische Investitionen – von Agentic AI über Confluent bis zur Halbleiterforschung – in konkrete Umsatzzuwächse münden, werden die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 zeigen. Erst dann dürfte sich entscheiden, ob der aktuelle Kursabstand zum 52-Wochen-Hoch eine Übertreibung war oder die Skepsis der Investoren berechtigt ist.

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