Ende Februar verlor die IBM-Aktie an einem einzigen Handelstag rund 13 Prozent ihres Wertes – ausgelöst durch die Ankündigung eines KI-Tools, das IBMs Kerngeschäft bedrohen soll. Doch Bank of America Securities hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Was steckt hinter dieser Zuversicht?

Der Anthropic-Schock und seine Einordnung

Am 23. Februar 2026 brach die IBM-Aktie um 13 Prozent ein – der größte Tagesverlust seit dem Jahr 2000. Auslöser war die Vorstellung von „Claude Code" durch das KI-Unternehmen Anthropic. Das Tool automatisiert die Modernisierung von COBOL-Code, also veralteter Unternehmenssoftware, die traditionell aufwendige Beratungsprojekte erfordert. Für IBM, das mit seinem Produkt „watsonx Code Assistant for Z" selbst in diesem Bereich aktiv ist, interpretierten Anleger dies als direkte Bedrohung.

Die Investmentbank Jefferies stufte die Gefahr allerdings als überschätzt ein. In einer Einschätzung verwies sie darauf, dass IBMs Wachstum stärker von Hybrid Cloud, KI und Daten abhänge – Bereiche, die weiterhin robust seien.

Solide Zahlen als Gegengewicht

Die Fundamentaldaten sprechen eine andere Sprache als der Kursrutsch. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte IBM einen Umsatz von 67,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 8 Prozent. Der freie Cashflow stieg um 16 Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar – den höchsten Wert seit über einem Jahrzehnt. Das KI-Auftragsvolumen überstieg erstmals 12,5 Milliarden Dollar.

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Für 2026 plant das Management ein Umsatzwachstum von mindestens 5 Prozent, ein Softwarewachstum von rund 10 Prozent sowie einen freien Cashflow von etwa 15,7 Milliarden Dollar.

BofA bestätigt Kaufempfehlung

Bank of America Securities bekräftigte gestern nach einem Gespräch mit CEO Arvind Krishna ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 340 US-Dollar. Analyst Wamsi Mohan hob IBMs Positionierung im Bereich agentischer KI hervor – also KI-Systemen, die eigenständig Aufgaben ausführen. Zudem verwies er auf das Potenzial im Quantencomputing sowie auf IBMs Strategie, durch Akquisitionen den Anteil margenstarker Softwareprodukte weiter auszubauen.

Die Aktie notiert aktuell rund 10 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und damit deutlich unter dem BofA-Kursziel – was den Abstand zur Analystenerwartung verdeutlicht.

Nächster Prüfstein: Quartalszahlen im April

Am 22. April 2026 legt IBM seine nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob das Softwarewachstum die Dynamik aus dem vierten Quartal 2025 fortsetzen kann und ob die KI-Buchungen weiter zulegen. Das wird der entscheidende Datenpunkt sein, um den Kursrückgang seit Februar zu bewerten.

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