IBM hat in dieser Woche gleich auf mehreren Ebenen für Aufsehen gesorgt. Während die Aktie nach dem drastischen Februar-Einbruch weiter auf Erholungskurs ist, meldet der Tech-Konzern einen wissenschaftlichen Durchbruch in der Quantenforschung – und unterstreicht damit seinen Anspruch als Technologieführer jenseits des Mainframe-Geschäfts.

Molekül aus der Quantenwelt

Forscher von IBM und führenden Universitäten haben ein Molekül erschaffen und charakterisiert, das es in der bekannten Chemie bisher nicht gab. Die Elektronen bewegen sich darin auf einer korkenzieherartigen Bahn durch die Struktur – eine sogenannte Halb-Möbius-Topologie. Das Besondere: Diese Molekülform wurde erstmals überhaupt synthetisiert und beobachtet.

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Die Wissenschaftler nutzten dafür einen IBM-Quantencomputer mit 72 Qubits – eine der größten derartigen Berechnungen bisher. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science veröffentlicht. Für IBM ist das mehr als Grundlagenforschung: Es zeigt, dass die eigene Quantenhardware bereits heute in der Spitzenforschung eingesetzt werden kann.

Neue Gesichter im Führungsteam

Parallel dazu hat IBM seinen Verwaltungsrat erweitert. Ramon L. Laguarta, Chairman und CEO von PepsiCo, wurde Anfang März ins Board gewählt. Laguarta gilt als Experte für digitale Transformation in großen Konsumgüterkonzernen – eine Erfahrung, die IBM bei der eigenen KI-getriebenen Neuausrichtung nutzen will.

Zudem hat das Unternehmen seine Satzung angepasst, um Aktionärsrechte zu stärken. Der Verwaltungsrat umfasst nun 14 Mitglieder.

KI-Offensive und Staatsauftrag

IBM treibt seine KI-Partnerschaften weiter voran. Die watsonx-Plattform wurde um eine Kooperation mit Deepgram erweitert. Zudem sicherte sich IBM einen Auftrag über 112 Millionen Dollar von der Defense Commissary Agency zur Modernisierung elektronischer Preisschilder weltweit – ein Projekt mit strategischer Bedeutung für das Hybrid-Cloud-Geschäft.

Das KI-Auftragsvolumen summierte sich 2025 auf über 12,5 Milliarden Dollar. Für 2026 peilt IBM im Software-Segment ein Wachstum von rund 10 Prozent an.

Hintergrund: Die Anthropic-Delle

Die jüngsten Meldungen fallen in eine Phase der Stabilisierung. Am 23. Februar war die Aktie um 13,15 Prozent eingebrochen – der stärkste Tagesverlust seit über 25 Jahren. Auslöser war eine Ankündigung des KI-Unternehmens Anthropic, das anbot, COBOL-Altsysteme zu modernisieren. COBOL ist eine Programmiersprache, in der IBM führend ist – entsprechend nervös reagierten Anleger.

Seither hat sich der Kurs deutlich erholt. Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 fielen solide aus: Umsatz von 19,7 Milliarden Dollar (plus 12 Prozent), Free Cashflow von 14,7 Milliarden Dollar. Für 2026 erwartet IBM ein Umsatzwachstum von über 5 Prozent in konstanter Währung.

Die nächsten Quartalszahlen folgen am 22. April 2026. Bis dahin wird sich zeigen, ob die Erholung nachhaltig ist – oder ob die Anthropic-Episode Vorbote einer größeren Verdrängung im Modernisierungsgeschäft war.

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