IBM treibt die Monetarisierung seiner Großrechner durch Künstliche Intelligenz weiter voran. Mit einem neuen Analyse-Werkzeug bringt der Technologiekonzern KI-Funktionen direkt in seine bewährten Mainframe-Datenbanken, um Unternehmenskunden teure Datenmigrationen zu ersparen. Während das Software-Geschäft operativ floriert, passen Analysten ihre Erwartungen für das Papier derzeit nach unten an.

KI direkt an der Datenquelle

Am Freitag machte IBM das neue Tool SQL Data Insights Pro allgemein verfügbar. Die Software zielt auf ein altbekanntes Problem im Datenmanagement ab: Bisher müssen Unternehmen ihre sensiblen Mainframe-Daten oft auf externe Plattformen kopieren, um sie tiefgehend zu analysieren. Das kostet Zeit, Geld und birgt regulatorische Risiken.

Die neue Lösung integriert KI-Fähigkeiten nun direkt in die Datenbank Db2 for z/OS. Anwender können dadurch strukturierte und unstrukturierte Daten an Ort und Stelle auswerten. Das System erkennt beispielsweise bei der Betrugsbekämpfung eigenständig Muster in Textbeschreibungen und verknüpft diese mit bekannten verdächtigen Transaktionen, ohne dass die Daten den sicheren Großrechner verlassen müssen.

Analysten kappen Kursziele

Die Produkteinführung fällt in eine Phase, in der die Aktie an der Börse einen schweren Stand hat. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von gut 15 Prozent und ging am Freitag bei 209,60 Euro aus dem Handel. Auch die Wall Street reagierte in den vergangenen Tagen mit Anpassungen auf das aktuelle Marktumfeld:

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IBM?

  • BMO Capital: Kursziel von 350 auf 290 US-Dollar gesenkt (Rating: Market Perform)
  • JP Morgan: Kursziel von 317 auf 283 US-Dollar reduziert (Rating: Neutral)
  • Analysten-Konsens: Durchschnittliches 12-Monats-Ziel bei 308 US-Dollar

Trotz der jüngsten Kürzungen bleibt die Grundstimmung der Experten moderat positiv. Von 17 aktuellen Bewertungen in den letzten drei Monaten raten elf Analysten zum Kauf, während sechs die Aktie auf Halten setzen. Verkaufsempfehlungen gibt es derzeit keine.

Software als Wachstumstreiber

Ungeachtet der kurzfristigen Kurszielsenkungen bleibt das Software-Segment das wichtigste Zugpferd des Konzerns. Dieser Bereich macht mittlerweile rund 45 Prozent des gesamten Geschäfts aus und verzeichnete 2025 mit einem Plus von neun Prozent das stärkste Wachstum der Unternehmensgeschichte. Das neue KI-Tool soll diese Entwicklung weiter stützen, indem es die bestehende Kundenbasis enger an das IBM-Ökosystem bindet.

Die finanziellen Auswirkungen der aktuellen Produktstarts rücken im kommenden Monat in den Fokus der Investoren. Am 22. April 2026 präsentiert IBM die Ergebnisse für das erste Quartal und liefert damit konkrete Daten zur Umsatzentwicklung im wichtigen Software-Segment.

Anzeige

IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:

Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...