DAX: Sechs-Monatstief erreicht
Der DAX hat die vergangene Handelswoche mit dem tiefsten Stand seit einem halben Jahr beendet. Auslöser war die Eskalation rund um die Straße von Hormus — mit Drohnenangriffen auf Energieinfrastruktur im Nahen Osten und der drohenden Blockade einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt.
Die Folgen für Energiepreise und Lieferketten treffen den exportlastigen deutschen Leitindex besonders hart. Brent-Rohöl kletterte auf 111 US-Dollar pro Barrel — ein Niveau, das Stagflationsängste weckt und Unternehmen mit globalen Lieferketten unter Druck setzt.
Wie der Freitag eskalierte
Der Handelstag begann noch verhalten stabil, doch mit zunehmenden Berichten über Angriffe auf Energieinfrastruktur kippte die Stimmung. In der zweiten Tageshälfte beschleunigten sich die Abverkäufe spürbar. Das Handelsvolumen lag rund 72 Prozent über dem Wochendurchschnitt — ein deutliches Zeichen für institutionellen Verkaufsdruck.
Am Ende stand ein Minus von 2,01 Prozent. Der Index schloss bei 22.380 Punkten und liegt damit bereits rund 12 Prozent unter seinem Januarhoch von 25.420 Punkten. Auf Jahressicht beträgt das Minus knapp neun Prozent.
Nur wenige Titel entzogen sich dem Abwärtssog. Adidas legte leicht zu, Allianz hielt sich knapp im Plus. Zyklische Industriewerte und exportabhängige Konzerne traf es am stärksten.
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Technische Lage bleibt angespannt
Mit dem Rutsch unter die 23.000-Punkte-Marke hat der DAX ein wichtiges Unterstützungsniveau aufgegeben. Der Index notiert nun rund acht Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts — ein charttechnisches Warnsignal. Die nächste relevante Unterstützung liegt im Bereich von 22.200 Punkten.
Zusätzlich belastet der starke Ölpreisanstieg die Inflationserwartungen, während ein volatiler Euro exportorientierte DAX-Konzerne vor Kalkulationsrisiken stellt.
Für den Wochenstart am Montag dürften zwei Faktoren richtungsweisend sein: die diplomatische Lage rund um die Straße von Hormus und die anstehenden ifo-Geschäftsklimadaten. Letztere könnten zeigen, wie stark die deutsche Industrie die Lieferkettenstörungen bereits in ihre Erwartungen eingepreist hat. Eine Rückkehr über 23.000 Punkte erscheint ohne greifbare Deeskalation im Nahen Osten kurzfristig unwahrscheinlich.
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