Commerzbank-Aktie: Magische Grenze!
Wer dachte, UniCredit-Chef Andrea Orcel hätte sich beim Taschenrechner vertippt, liegt wahrscheinlich falsch. Sein aktuelles Übernahmeangebot für die Commerzbank wirkt auf den ersten Blick fast schon beleidigend: Mickerige vier % Aufschlag auf den letzten Schlusskurs. An der Börse löst so ein „Angebot“ normalerweise eher Gelächter als Torschlusspanik aus. Doch wer den Italiener kennt, weiß, dass hier kein Anfänger am Werk ist. Es ist kein Versehen, sondern ein eiskalt kalkulierter Eröffnungszug in einer der größten Übernahmeschlachten des Jahrzehnts.
Die magische Grenze von 30 %
Orcel geht es momentan gar nicht darum, die Commerzbank sofort komplett zu schlucken. Das aktuelle Angebot ist vielmehr ein Werkzeug, um eine ganz bestimmte rechtliche Hürde zu nehmen: die 30-%-Schwelle. In Deutschland wird ab diesem Punkt ein offizielles Pflichtangebot fällig. Indem er jetzt ein bewusst unattraktives Angebot vorlegt, bricht er die Pattsituation auf, ohne sich sofort finanziell zu verausgaben. Er verschafft sich legalen Spielraum, um weitere Anteile direkt am Markt einzusammeln.
Taktische Manöver und eiserne Verteidigung
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat den Braten natürlich längst gerochen. Sie bezeichnet das Vorgehen der Mailänder als rein „taktisches Manöver“. Ihr Ziel ist es nun, die Bank so teuer und unbequem wie möglich zu machen. Während die Politik in Berlin über die „feindliche Übernahme“ tobt, nutzt Orcel das geschaffene Zeitfenster von etwa zwölf Wochen, um Fakten zu schaffen. Er verunsichert Kunden und schwächt die Verhandlungsposition der Frankfurter, indem er die Bank in einen Zustand permanenter Ungewissheit versetzt.
Zermürbung als Taktik
Am Ende verfolgt Orcel eine klassische Zermürbungstaktik. Für die Aktionäre bedeutet das: Das jetzige Angebot ist wohl nur der erste Vorgeschmack.
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