Nordex liefert zum Jahresstart eine Serie frischer Aufträge aus Europa – und zwar mit auffällig service-lastigen Verträgen. Innerhalb weniger Tage summierten sich die gemeldeten Bestellungen auf mehr als 460 MW. Kann der Auftragsschub den zuletzt etwas schwächeren kurzfristigen Kursverlauf wieder stabilisieren?

Neue Orders – mit Service als Hebel

Am Freitag meldete Nordex, dass im Januar mehrere Aufträge mit zusammen 220 MW aus vier europäischen Märkten hereinkamen. Die Spannweite ist bemerkenswert: von Großbritannien bis Litauen, inklusive eines Premieren-Elements in der Türkei.

Wichtig dabei: Alle Verträge enthalten mehrjährige Service- und Wartungsvereinbarungen. Das gibt den Projekten für Nordex nicht nur Volumen, sondern auch planbarere Erlöse über die Laufzeit.

Die Januar-Aufträge im Überblick:
- Großbritannien: 14 Turbinen vom Typ N163/6.X mit über 90 MW, Fertigstellung 2028
- Türkei: 78 MW (mehrere Turbinentypen), erstmals N175/6.X im Land
- Litauen: Windpark mit 47,6 MW und sieben N175/6.X (Cold-Climate-Version)

Deutschland-Projekt: 20 Jahre Premium-Service

Einen Tag zuvor kam ein Auftrag aus Nordfriesland: Für das Bürgerwindpark-Projekt Bosbüll Holm Uphusum (BHU) liefert Nordex acht N163/6.X auf 118-Meter-Stahlrohrtürmen. Die Gesamtleistung liegt bei 56 MW.

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Der Auftrag fällt auch wegen des Service-Umfangs auf: Nordex sichert sich einen Premium-Servicevertrag über 20 Jahre. Installiert werden soll Anfang 2027, die Inbetriebnahme ist bis Herbst 2027 geplant. Die Anlagen laufen im 7‑MW‑Modus.

Schweden-Großauftrag: 189 MW für OX2

Bereits am 3. Februar folgte der bislang größte Block der Serie: Der schwedische Entwickler OX2 bestellte für den Windpark Fageråsen 27 Turbinen vom Typ N163/6.X mit 189 MW Gesamtkapazität.

Die Anlagen kommen auf 119-Meter-Türme und werden als Kaltklimavariante mit Advanced Anti-Icing-System ausgerüstet. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 geplant. Der Servicevertrag läuft bis zu 25 Jahre.

Kursbild: Langfristig stark, kurzfristig abgekühlt

An der Börse spiegelt sich der längerfristige Rückenwind weiter wider: Mit 32,92 € liegt die Aktie auf 12-Monats-Sicht +185,76% und steht nur 5,73% unter dem 52‑Wochen-Hoch (34,92 €). Kurzfristig war zuletzt aber eher Geduld gefragt: In sieben Tagen ging es -2,60% nach unten, der RSI (14 Tage) bei 32,0 deutet zudem auf eine eher schwache Momentum-Phase hin.

Kernfakten zur aktuellen Lage:
- Aktueller Kurs: 32,92 €
- Auftragsmeldungen (3.–6. Feb.): >460 MW insgesamt
- Service-Anteil: mehrjährige Verträge, in Schweden bis zu 25 Jahre, in Deutschland 20 Jahre
- Nächster Fixtermin: Geschäftsbericht 2025 am 26. Februar 2026

Unmittelbar als nächster Impuls steht der Geschäftsbericht 2025 am 26. Februar an. Dann wird sich zeigen, wie sich die operative Entwicklung in Zahlen einordnet – und ob der frische Auftragsschub genug Substanz liefert, um den Kurs wieder näher an das jüngste Hoch heranzuschieben.

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