Lange galt IBM als träger Riese der Tech-Branche, doch diese Zeiten scheinen vorbei. Der Konzern lieferte im vierten Quartal nicht nur starke Zahlen, sondern bewies vor allem eines: Die Transformation zum ernstzunehmenden KI-Player funktioniert. Mit einem prall gefüllten Auftragsbuch für künstliche Intelligenz und überraschendem Wachstum in der Infrastruktur stellt sich der Konzern neu auf.

KI und Cloud treiben das Wachstum

Hinter dem jüngsten Erfolg steht primär die hohe Nachfrage nach generativer KI. Das Auftragsbuch in diesem Bereich ist mittlerweile auf über 12,5 Milliarden Dollar angewachsen. Dieser Meilenstein unterstreicht, dass Unternehmenskunden die "watsonx"-Plattform und Hybrid-Cloud-Lösungen von IBM zunehmend in ihre Prozesse integrieren.

Konkret kletterte der Konzernumsatz um 12 Prozent auf 19,7 Milliarden Dollar, wobei der bereinigte Gewinn pro Aktie mit 4,52 Dollar die Analystenschätzungen von 4,32 Dollar klar übertraf. Diese fundamentale Stärke könnte der Aktie, die seit Jahresanfang rund 11 Prozent eingebüßt hat, neuen Rückenwind verleihen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IBM?

Hardware-Zyklus sorgt für Umsatzschub

Neben der Software-Sparte profitierte IBM massiv von seinem klassischen Hardware-Geschäft. Der Bereich Infrastruktur verzeichnete einen Umsatzsprung von 21 Prozent. Verantwortlich dafür war insbesondere der aktuelle Produktzyklus der IBM Z Mainframes, deren Erlöse um beachtliche 67 Prozent in die Höhe schossen.

Diese operative Stärke schlägt sich direkt in der Kasse nieder: Der Free Cash Flow für das Gesamtjahr 2025 erreichte 14,7 Milliarden Dollar – ein Anstieg um rund 2 Milliarden Dollar im Vorjahresvergleich. Das Management bezeichnete diese Liquidität als entscheidenden Faktor für künftige Investitionen und Ausschüttungen an die Aktionäre.

Die Zahlen im Überblick

  • Umsatz Q4 2025: 19,7 Mrd. Dollar (+12 % zum Vorjahr)
  • Gewinn je Aktie (bereinigt): 4,52 Dollar (über Erwartungen)
  • KI-Auftragsbestand: > 12,5 Mrd. Dollar
  • Dividende: 1,68 Dollar je Aktie (zahlbar am 10. März 2026)

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die Wall Street reagierte positiv auf die Zahlenvorlage vom 28. Januar. Analysten hoben ihre Kursziele reihenweise an, überzeugt von der Dynamik im Software- und KI-Segment. Jefferies sieht das Ziel nun bei 370 Dollar, während auch Evercore ISI (345 Dollar) und Wedbush (340 Dollar) ihre Prognosen nach oben schraubten. Bank of America hatte bereits zuvor das Potenzial für steigende Margen hervorgehoben.

Ausblick: Dividende und Wachstum 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 bleibt das Management optimistisch. Der Konzern prognostiziert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent und erwartet, den Free Cash Flow um eine weitere Milliarde Dollar zu steigern. Anleger können sich zudem auf die nächste Dividendenzahlung von 1,68 Dollar je Aktie am 10. März freuen, während das Unternehmen durch eine neue Anleiheemission am 29. Januar seine Kapitalstruktur weiter optimiert hat.

IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 30. Januar liefert die Antwort:

Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...