IBM Aktie: Positiver Entwicklungsschub
Während viele große Tech-Werte diese Woche unter Verkaufsdruck standen, liefert IBM ein seltenes Gegenbeispiel. Der Konzern hat im vierten Quartal 2025 besser abgeliefert als erwartet – und setzt für 2026 auf weiteres Wachstum plus mehr freien Cashflow. Das wirkt in einem nervösen Marktumfeld wie ein Stabilitätsanker.
Quartal über Erwartungen
IBM hat am Mittwochabend Zahlen vorgelegt, die sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Analystenschätzungen übertroffen haben. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 12,2% auf 19,69 Mrd. US-Dollar und lag damit über dem Konsens von rund 19,23 Mrd. US-Dollar.
Auch beim Ergebnis überzeugte das Unternehmen: Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei 4,52 US-Dollar nach erwarteten 4,33 US-Dollar. Der Nettogewinn wurde mit 5,60 Mrd. US-Dollar beziffert. Der Kontrast zum breiteren Software-Sektor war deutlich, denn dort belasteten zuletzt Sorgen über nachlassendes Cloud-Wachstum und hohe KI-Investitionen.
Wo das Wachstum herkommt
Der Schub kam aus mehreren Bereichen, besonders aber aus den klassischen IBM-Stärken. Die Sparte Infrastructure wuchs um 21%. Treiber war vor allem die Nachfrage nach dem z17-Mainframe, dessen Umsatz im Jahresvergleich um 61% sprang.
Auch Software legte kräftig zu (+14%). Consulting wuchs dagegen nur moderat (+3%). Ein von Investoren stark beachteter Indikator ist zudem das Auftragsvolumen rund um generative KI und Daten: Dieses Geschäft hat laut Bericht inzwischen mehr als 12,5 Mrd. US-Dollar erreicht. Das unterstreicht, dass IBM KI-Angebote offenbar vor allem über Enterprise-Consulting und Hybrid-Cloud-Projekte monetarisieren kann – ohne die sofortige Margenbelastung, die bei einigen Wettbewerbern zum Thema wurde.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Umsatz: 19,69 Mrd. US-Dollar (+12,2% YoY; über Erwartung)
- Bereinigtes EPS: 4,52 US-Dollar (über Erwartung 4,33)
- Infrastructure: +21%, z17-Mainframe: +61%
- GenAI-/Daten-Auftragsvolumen: >12,5 Mrd. US-Dollar
Optimistischer Ausblick – und höhere Kursziele
Für das Geschäftsjahr 2026 stellt IBM mehr als 5% Umsatzwachstum in konstanter Währung in Aussicht. Zusätzlich rechnet das Management damit, dass der Free Cashflow um etwa 1 Mrd. US-Dollar gegenüber 2025 steigen soll. Genau dieser Mix aus Wachstum und Cashflow ist in der aktuellen Tech-Debatte ein entscheidender Punkt: Kann ein Unternehmen KI vorantreiben, ohne dass die Kosten das Narrativ dominieren?
Analysten reagierten schnell. Evercore ISI hob das Kursziel von 330 auf 345 US-Dollar an und blieb bei „Outperform“. Jefferies setzte sogar ein neues Ziel von 370 US-Dollar.
Auch die Dividende spielte in der Marktreaktion eine Rolle: IBM bestätigte eine Quartalsdividende von 1,68 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 10. März 2026.
Unterm Strich steht IBM damit ausgerechnet in einer Woche im besseren Licht, in der andere Schwergewichte wie Microsoft (laut Bericht am 29. Januar mit einem kräftigen Tagesminus) wegen KI-Kosten und Cloud-Sorgen abgestraft wurden. Für die Aktie bedeutet das: Nach dem jüngsten Rücksetzer im Monatsvergleich (30 Tage: -12,48%) bekommt die Story vor allem über Cashflow und belastbare Prognosen wieder Rückenwind.
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