Citigroup Aktie: Banamex-Verkauf rückt näher
Die Citigroup-Aktie geriet am Montag unter Druck und verlor 4,75 Prozent. Doch hinter dem Kursrückgang steckt nicht nur die allgemeine Marktschwäche – die Bank könnte kurz vor einem entscheidenden Durchbruch beim Verkauf ihrer mexikanischen Tochter Banamex stehen.
Laut Bloomberg steht Citigroup unmittelbar vor dem Abschluss eines Deals, bei dem ein Investorenkonsortium rund um Blackstone eine 24-prozentige Beteiligung an Grupo Financiero Banamex übernehmen soll. Damit würde sich die US-Bank weiter von ihrer mexikanischen Tochter lösen – ein Vorhaben, das sich über Jahre hinzog und die Anleger immer wieder beschäftigte.
Blackstone und mexikanische Schwergewichte steigen ein
Die Transaktion soll mehrere Investoren umfassen, darunter neben Blackstone auch General Atlantic, die beiden Co-CEOs von Grupo Televisa SAB, die brasilianische Bank Banco BTG Pactual sowie Afore Sura, ein mexikanischer Pensionsfonds. Jeder Investor würde dabei Anteile von weniger als fünf Prozent erwerben. Citigroup selbst wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.
Bereits Ende 2025 hatte die Bank einen ersten Erfolg verbucht: Der mexikanische Milliardär Fernando Chico Pardo und seine Familie übernahmen 25 Prozent an Banamex. Pardo wurde im Zuge des Deals zum Chairman ernannt. Allerdings musste Citigroup dafür im dritten Quartal eine Wertminderung in Höhe von 726 Millionen Dollar verbuchen – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bank den Verkauf unter dem Buchwert abwickeln musste.
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Rückzug aus Lateinamerika fast abgeschlossen
Der mögliche Deal markiert einen weiteren Schritt in CEO Jane Frasers Strategie, Citigroup zu verschlanken. Seit ihrer Ankündigung im Jahr 2021 hat die Bank ihr internationales Privatkundengeschäft drastisch zurückgefahren und sich aus 14 Märkten in Asien, Europa, dem Nahen Osten und Mexiko verabschiedet. In Lateinamerika war Citigroup einst ein bedeutender Player im Retail-Banking – in Brasilien, Argentinien und Kolumbien. Mit dem Banamex-Verkauf würde die letzte große internationale Privatkundensparte abgestoßen.
Banamex hatte Citigroup im Jahr 2001 für 12,5 Milliarden Dollar übernommen. Nach jahrelangen erfolglosen Versuchen, einen Käufer oder Investor zu finden, scheint nun eine Lösung in Sicht. Die schrittweise Veräußerung ermöglicht es der Bank, sich auf ihre Kerngeschäfte zu konzentrieren – auch wenn die finanziellen Konditionen wohl hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben.
Am Montag belastete neben den Banamex-Meldungen auch die allgemeine Marktstimmung die Aktie. Finanzwerte gerieten unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump neue globale Zölle angekündigt hatte. Mit JP Morgan Chase und Wells Fargo verloren auch andere Großbanken mehr als vier Prozent.
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