IBM wollte mit seiner neuen "Sovereign Core"-Plattform eigentlich Stärke demonstrieren und seine Position im KI-Markt festigen. Doch statt Applaus gab es Verkaufsdruck: Die Aktie geriet deutlich ins Hintertreffen. Verantwortlich dafür ist primär ein mächtiger Wettbewerber, der zeitgleich in Europa Fakten schafft und damit die Wachstumshoffnungen der Anleger dämpft.

Kampf um die Cloud-Hoheit

Am Donnerstag kündigte der Konzern offiziell "IBM Sovereign Core" an. Diese auf Red Hat basierende Software-Architektur soll Regierungen und Unternehmen die volle Kontrolle über ihre KI- und Cloud-Umgebungen geben – ein wichtiges Thema in Zeiten digitaler Souveränität. Doch die Freude währte kurz: Zeitgleich startete Amazon Web Services (AWS) seine "European Sovereign Cloud" mit einer massiven Investition von 7,8 Milliarden Euro und einer ersten Region in Brandenburg.

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Anleger reagierten nervös auf diese aggressive Expansion des Marktführers. Die Sorge wächst, dass IBM in diesem kritischen Nischenmarkt gegen die Übermacht der Hyperscaler schwerer bestehen kann als erhofft. Dies führte dazu, dass Investoren die guten Nachrichten "verkauften" und den Kurs am Donnerstag um über 3,6 Prozent drückten. Auch am Freitag bleibt der Titel unter Druck und notiert aktuell bei 297,95 USD.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des Rücksetzers gibt es Fürsprecher an der Wall Street. Die Bank of America bekräftigte ihre Kaufempfehlung und hob das Kursziel auf 335 USD an. Besonders die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 wurde von den Experten auf 67,1 Milliarden USD nach oben korrigiert, was das Vertrauen in die Software-Sparte unterstreicht.

Dass der Kurs dennoch nachgibt, liegt auch an der hohen Bewertung. Nach einem Anstieg von rund 38 Prozent in den letzten zwölf Monaten war die Aktie mit einem KGV von über 30 "priced for perfection". Zudem belasten Berichte über Restrukturierungskosten von geschätzten 400 Millionen USD im vierten Quartal die kurzfristigen Margenerwartungen.

Blick auf die Quartalszahlen

Der Fokus richtet sich nun auf den 28. Januar 2026, wenn IBM seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Investoren erwarten hier eine Bestätigung der Umsatzschätzung von 67,1 Milliarden USD sowie eine konkrete Prognose für das neue Geschäftsjahr. Sollte das Unternehmen zudem den von der Bank of America projizierten Free Cash Flow von 15 Milliarden USD für 2026 untermauern können, könnte sich der Aktienkurs im Bereich von 290 USD stabilisieren.

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