Ethereum erlebt gerade einen ungewöhnlichen Spagat: Während die Stimmung am Markt seit Monaten angeschlagen ist, bauen Unternehmen ihre ETH-Bestände weiter aus – und entziehen dem freien Handel zugleich immer mehr Angebot. Das sorgt für Gesprächsstoff, denn weniger verfügbare Coins gelten oft als Rückenwind. Doch warum kommt dieser Effekt bisher nicht im Kurs an?

Bitmine baut ETH-Treasury aus

Bitmine Immersion Technologies (BMNR) meldete heute (2. März 2026), inzwischen 4.473.587 ETH zu halten – das entspricht 3,71% des zirkulierenden Angebots. Allein in der Vorwoche kaufte das Unternehmen nach eigenen Angaben 50.928 ETH hinzu.

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Das gesamte Portfolio inklusive Cash und weiterer Investments beziffert Bitmine auf rund 9,9 Milliarden US-Dollar. Damit gehört die Firma zu den größten Corporate-Haltern im Kryptomarkt.

Staking zieht Liquidität aus dem Markt

Ein zentraler Treiber hinter der Angebotsverknappung ist Staking. Bitmine setzt laut Mitteilung 3.040.483 ETH in Staking-Contracts ein – ein Engagement im Wert von etwa 6,0 Milliarden US-Dollar. Daraus sollen geschätzt 172 Millionen US-Dollar annualisierte Staking-Erlöse entstehen.

Auch abseits von Bitmine zeigt sich der gleiche Effekt: Die ETH-Bestände auf Börsen sind laut On-Chain-Daten von 23 Millionen auf 16 Millionen Tokens gefallen. Zusätzlich wirkt die Staking-Warteschlange wie ein Stimmungsbarometer: Rund 3.472.679 ETH warten darauf, eingezahlt zu werden, während nur 96 ETH für Auszahlungen anstehen. Unterm Strich heißt das: Viele Marktteilnehmer ziehen ETH aus dem aktiven Handel ab – und parken sie langfristiger im Netzwerk.

Kursdruck bleibt – und die Großanleger sind uneins

Trotz enger werdendem Angebot bleibt Ethereum im Abwärtstrend. Im Quelltext ist von sechs Verlustmonaten in Folge die Rede – der längsten Serie seit 2018. Für große Halter hat das Folgen: Bitmine soll auf seiner Position spürbare nicht realisierte Verluste sitzen.

Bei den „Walen“ ergibt sich ein gemischtes Bild. Während Bitmine weiter zukauft, sollen Wallets mit 100.000 bis 1.000.000 ETH ihre Bestände in den vergangenen 90 Tagen reduziert haben. Das passt zur aktuellen Unsicherheit: Ein Teil setzt auf Knappheit und Erträge durchs Staking, ein anderer Teil scheint Risiko abzubauen.

Zum Wochenstart liegt ETH laut den bereitgestellten Daten bei 2.029,45 US-Dollar und damit seit Jahresanfang deutlich im Minus (-32,36%) – ein klarer Hinweis, wie hartnäckig der Gegenwind zuletzt war.

Am Ende spiegelt sich diese Zerrissenheit auch in den Prognosen: Standard Chartered hob sein Ende-2026-Ziel auf 7.500 US-Dollar an und begründet das mit Ethereums Rolle bei Stablecoins und DeFi. VanEck geht den gegenteiligen Weg und hat im Dezember 2025 angekündigt, für 2026 keine Kursprognosen mehr abzugeben, nachdem frühere Ziele verfehlt wurden – ein bemerkenswert offenes Signal, wie schwierig die Lage aktuell einzuschätzen ist.

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