Honeywell überdenkt derzeit eine strategisch bedeutende Expansion. Der Industriegigant prüft offenbar den Abbruch der geplanten Übernahme der Katalysatortechnik-Sparte von Johnson Matthey. Regulatorische Hürden und operative Herausforderungen könnten den 1,8 Milliarden Pfund schweren Deal zum Scheitern bringen.

Schwierigkeiten bei Großakquisition

Der Zukauf wurde ursprünglich im Mai 2025 angekündigt, um das Portfolio im Bereich der Spezialtechnologien zu erweitern. Nun verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass die Transaktion an strikten Genehmigungsverfahren oder verfehlten internen Geschäftszielen scheitern könnte. Marktbeobachter werten die aktuelle Prüfung als Zeichen für die komplexen Hürden bei grenzüberschreitenden Industriegeschäften.

Eine endgültige Entscheidung über den Fortgang oder den Abbruch der Übernahme wird bereits für die kommenden Tage erwartet. Ursprünglich sollte das Geschäft in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein. Doch könnte die Absage des Deals sogar zum Vorteil für die Bilanz und den Fokus des Unternehmens werden?

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Strategische Neuausrichtung im Fokus

Der mögliche Rückzieher erfolgt vor dem Hintergrund eines umfassenden Konzernumbaus unter CEO Vimal Kapur. Honeywell richtet sich konsequent auf die Megatrends Automatisierung und Energiewende aus. Ein zentraler Baustein dieser Transformation ist die für das dritte Quartal 2026 vorgesehene Abspaltung der Aerospace-Sparte.

Parallel dazu bereitet das Unternehmen den Börsengang der Tochtergesellschaft Quantinuum vor. Der Spezialist für Quantencomputing wurde zuletzt in einer Finanzierungsrunde mit zehn Milliarden US-Dollar bewertet. Gleichzeitig baut Honeywell seine Präsenz bei nachhaltigen Flugkraftstoffen massiv aus und lizenziert seine Technologien mittlerweile an über 70 Standorten weltweit.

Stabile Finanzen und starke Kursentwicklung

Operativ steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um acht Prozent auf 37,4 Milliarden US-Dollar. Auch die Prognose für 2026 zeigt Zuversicht: Das Management erwartet einen freien Cashflow von bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar, nachdem dieser im Vorjahr bereits bei 5,1 Milliarden US-Dollar lag.

An der Börse markierte die Aktie am Freitag bei 207,00 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Damit verbucht der Titel seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 24 Prozent. Angesichts eines Relative-Stärke-Index (RSI) von über 81 gilt das Papier technisch zwar als überkauft, doch die anstehende Entscheidung über den Johnson-Matthey-Deal wird in den nächsten Tagen die Richtung für den weiteren Trend vorgeben.

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