Hims & Hers Aktie: Gewinnmitnahmen vor Verkaufsstart
Die Telemedizin-Plattform Hims & Hers steht unmittelbar vor einem wichtigen Meilenstein: Dem Verkaufsstart der Original-Abnehmspritzen Wegovy und Ozempic. Während die kürzlich geschlossene Partnerschaft mit Novo Nordisk zunächst für Euphorie sorgte, kühlt die Stimmung unter Anlegern aktuell spürbar ab. Jüngste SEC-Meldungen zeigen, dass ausgerechnet das Management die jüngste Kursrallye genutzt hat, um eigene Anteile abzustoßen.
Management reduziert Bestände
Finanzchef Oluyemi Okupe trennte sich am 20. März von 9.217 Aktien und erlöste dabei knapp 219.000 US-Dollar. Die Verkäufe fanden zu Kursen zwischen 23,73 und 23,92 US-Dollar statt und basierten auf einem bereits im Mai 2025 festgelegten Handelsplan. Okupe ist mit diesem Schritt nicht allein. Nur wenige Tage zuvor verkaufte Insiderin Soleil Boughton ebenfalls ein Aktienpaket im Wert von rund 118.000 US-Dollar. Ein Blick auf die Historie offenbart einen klaren Trend: In den vergangenen zwölf Monaten gab es bei Hims & Hers 82 Insider-Verkäufe, aber keinen einzigen Zukauf.
Diese Transaktionen fallen in eine Phase fallender Notierungen. Nach einem Zwischenhoch Mitte März rutschte der Kurs zuletzt wieder in den Bereich von 20,80 US-Dollar ab und notiert damit deutlich unter der 200-Tage-Linie.
Offizieller Vertrieb statt Rechtsstreit
Dabei hatte eine Einigung mit Novo Nordisk am 9. März noch für deutlichen Auftrieb gesorgt. Der dänische Pharmakonzern ließ eine Patentklage fallen, nachdem Hims & Hers zusicherte, den Vertrieb von nachgemachten GLP-1-Präparaten einzustellen. Im Gegenzug darf die Plattform nun die Original-Medikamente anbieten. Der offizielle Verkaufsstart ist noch für Ende März angesetzt, wobei die Preise bei 149 US-Dollar pro Monat beginnen sollen.
Trotz des beigelegten Rechtsstreits reagieren Analysten verhalten auf die neue Ausgangslage. Zwar hob die Citigroup ihre Einstufung auf "Neutral" an und verwies auf das drastisch reduzierte Prozessrisiko. Leerink Partners sieht mit einem Kursziel von 25 US-Dollar jedoch kaum noch Aufwärtspotenzial. Die Experten begründen ihre Skepsis mit der schwachen Umsatzprognose für das erste Quartal 2026. Das Management rechnet hier mit Erlösen zwischen 600 und 625 Millionen US-Dollar, was die Markterwartungen von gut 653 Millionen US-Dollar verfehlt.
Wie stark sich der erzwungene Wechsel von margenstarken Nachahmerprodukten zum offiziellen Vertrieb der Novo-Nordisk-Medikamente tatsächlich auf die Profitabilität auswirkt, wird sich bald in den Büchern zeigen. Die Quartalszahlen am 11. Mai 2026 liefern die ersten konkreten Daten zur finanziellen Entwicklung unter der neuen strategischen Ausrichtung.
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