Hims & Hers Aktie: Das Risiko sinkt
Nach einem volatilen März mit deutlichen Kursverlusten fassen Anleger bei der Telemedizin-Plattform Hims & Hers wieder Mut. Der Grund für die Beruhigung ist paradox: Obwohl die Margen künftig sinken dürften, fällt ein massives rechtliches Risiko weg. Der kürzlich geschlossene Frieden mit dem Pharma-Riesen Novo Nordisk zwingt das Unternehmen zu einem Strategiewechsel, der das Geschäftsmodell langfristig auf sicherere Beine stellt.
Frieden mit Novo Nordisk
Die jüngste Stabilisierung der Papiere – am Montag ging es um zwei Prozent nach oben – spiegelt die Erleichterung des Marktes wider. Anfang März legte Hims & Hers einen brisanten Patentstreit mit Novo Nordisk bei. Die Einigung bedeutet das Ende für die umstrittenen, selbst gemischten Semaglutid-Präparate. Stattdessen vertreibt die Plattform künftig offiziell die zugelassenen Original-Medikamente Wegovy und Ozempic.
Analysten werten diesen Schritt positiv. Die Abkehr von Nachahmerprodukten belastet zwar voraussichtlich die Bruttomargen, eliminiert aber die ständige Gefahr von Konflikten mit den US-Bundesbehörden. Das Unternehmen passt sich damit den strengeren regulatorischen Standards an.
Günstige Bewertung trotz Expansion
Flankiert wird der strategische Schwenk von neuen Fortschritten bei den Aufsichtsbehörden. Erst vergangene Woche erteilte die FDA die Zulassung für eine höher dosierte Version von Wegovy. Hims & Hers integrierte daraufhin umgehend sowohl injizierbare als auch orale Varianten in sein digitales Ökosystem.
Gleichzeitig treibt das Management die internationale Expansion voran. Die geplante Übernahme von Eucalyptus für bis zu 1,15 Milliarden US-Dollar soll die Türen zu den Märkten in Australien und Japan aufstoßen. Trotz dieser Wachstumsinitiativen wird die Aktie aktuell nur mit dem 1,7-fachen des erwarteten Umsatzes bewertet. Der Branchendurchschnitt für Gesundheitsinformationsdienste liegt mit einem Faktor von 3,3 fast doppelt so hoch.
Konkreter Ausblick auf das Frühjahr
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Markt mit Erlösen zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden US-Dollar. Dabei müssen Investoren im ersten Quartal zunächst einen Gegenwind von rund 65 Millionen US-Dollar einkalkulieren, da das Unternehmen seine Logistikzentren umstellt.
Wie stark der Wechsel zu den Original-Medikamenten die Profitabilität tatsächlich drückt, zeigt sich am 11. Mai 2026. Dann präsentiert Hims & Hers die Ergebnisse für das erste Quartal und liefert ein Update zum Abonnentenwachstum, das Ende 2025 bereits die Marke von 2,5 Millionen erreicht hatte. Diese Zahlen sind der nächste Prüfstein auf dem Weg zum langfristigen Unternehmensziel von 6,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz bis 2030.
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