Hims & Hers bekommt gerade zwei völlig unterschiedliche Kräfte zu spüren: Auf der einen Seite drückt die FDA mit strengerer Kontrolle auf das Geschäft mit zusammengesetzten GLP‑1-Abnehmpräparaten. Auf der anderen Seite versucht das Management, Investoren mit einer klareren Wachstumsstory und neuen Expansionsplänen zu beruhigen. Genau diese Mischung hat zuletzt wieder für Rückenwind gesorgt.

FDA-Druck als Kursbremse

Auf der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference nahm CFO Yemi Okupe Stellung zu regulatorischen Themen und laufenden Rechtsstreitigkeiten rund um „compounded“ Medikamente. Der Auftritt wirkte wie ein Befreiungsimpuls, nachdem zuvor vorsichtige Aussagen zum Ausblick fürs erste Quartal für Verunsicherung gesorgt hatten.

Hintergrund: Die FDA hat Warnschreiben zur Vermarktung zusammengesetzter GLP‑1-Produkte verschickt. Das zwang das Unternehmen bereits dazu, den Verkauf bestimmter Tabletten zu stoppen. Für Anleger ist das ein klassischer Unsicherheitsfaktor, weil ausgerechnet der Abnehm-Bereich zuletzt stark im Fokus stand.

Wachstum bleibt – aber mit mehr Baustellen

Trotz des Gegenwinds zeigen die operativen Kennzahlen weiter Expansion. Für 2025 meldete Hims & Hers einen Umsatz von 2,35 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 59% gegenüber dem Vorjahr. Zudem lag die Zahl aktiver Abonnenten Ende des vierten Quartals bei 2,5 Millionen.

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Für 2026 bleibt das Management grundsätzlich auf Wachstumskurs: Im ersten Quartal sollen 600 bis 625 Millionen US-Dollar Umsatz erreicht werden. Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen 2,7 bis 2,9 Milliarden US-Dollar in Aussicht.

An der Börse zeigt sich die hohe Nervosität dennoch deutlich: Trotz der jüngsten Erholung liegt die Aktie auf 30 Tage gesehen rund 34% im Minus.

Expansion und Zukäufe – mit Druck auf die Margen

Um weniger abhängig vom regulatorisch heiklen GLP‑1-Segment zu werden, setzt das Management auf internationale Expansion und breitere Produktangebote. Zentral ist die geplante Übernahme von Eucalyptus für 1,15 Milliarden US-Dollar. Damit soll die Präsenz in Australien und Japan wachsen, gleichzeitig will man die Position in Deutschland und Großbritannien stärken. Zusätzlich wurde YourBio für 150 Millionen US-Dollar übernommen, um Bluttests für Nutzer einfacher zu machen.

Der Preis für diese Strategie: Margendruck. Internationalisierung kostet Kapital, und Eucalyptus ist noch nicht profitabel. Das Management rechnet deshalb damit, dass spürbare Margenverbesserungen in den neuen Märkten erst in einigen Jahren sichtbar werden. Kurz gesagt: Wachstum ja – aber nicht zum Nulltarif.

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