Hensoldt Aktie: Vom Radar bis zum Orbit
Aufträge im Wert von 8,8 Milliarden Euro warten auf Abarbeitung — und Hensoldt denkt bereits ans nächste Kapitel. CEO Oliver Dörre skizzierte in München eine Strategie, die weit über das Tagesgeschäft hinausgeht: Weltraumradare, gesicherte Halbleiterlieferketten und eine massive Produktionsoffensive sollen den Rüstungselektronikkonzern fit für die nächste Wachstumsstufe machen.
Satellitenkonstellation bis 2029
Gemeinsam mit dem KI-Rüstungsunternehmen Helsing und dem norwegischen Kongsberg-Konzern baut Hensoldt bis 2029 eine europäische Satellitenkonstellation für Aufklärung und Zielerfassung auf. Hensoldt steuert dabei SAR-Radar-, EO/IR- und EW-Sensoren bei. Den Einstieg in die Serienproduktion plant Dörre für 2028 — nach der Qualifizierung eines Weltraum-Radars aus der PrecISR-Serie im kommenden Jahr.
Parallel sichert das Unternehmen die irdische Lieferkette ab. Mit United Monolithic Semiconductors (UMS) wurde eine Vereinbarung über 900.000 Gallium-Nitrid-Halbleiterbausteine bis 2030 unterzeichnet. Die GaN-Chips bilden das Herzstück der Hochfrequenzverstärker in modernen Radarsystemen und sollen vor allem in der Spexer-Radarfamilie zum Einsatz kommen.
Produktion als Flaschenhals
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Das eigentliche Engpassproblem liegt nicht bei der Nachfrage — die ist durch Deutschlands 108-Milliarden-Euro-Verteidigungsfonds und das EU-Programm SAFE mit 150 Milliarden Euro strukturell gesichert. Das Problem ist die Fertigungskapazität. Zwischen 2022 und 2025 wuchs die Produktion bereits um durchschnittlich 30 Prozent, eine Milliarde Euro floss in den Ausbau. Eine weitere Milliarde folgt in den nächsten drei Jahren.
Um schneller zu skalieren, erwägt Dörre auch Lizenzfertigung für externe Partner — konkret für die Spexer-Radarfamilie, bei der er in den kommenden Jahren einen Absatz in vierstelliger Stückzahl erwartet. Ihre Modularität und geringere Komplexität machen sie laut Dörre geeignet für eine solche Auslagerung. Zugleich plant Hensoldt, im laufenden Jahr rund 1.600 neue Mitarbeiter einzustellen und erstmals die Marke von 10.000 Beschäftigten zu überschreiten.
Am 26. März folgt der geprüfte Jahresbericht — ein erster formaler Wegstein nach dem Rekordumsatz von 2,45 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Die nächste Dividende von 0,55 Euro je Aktie wird am 27. Mai 2026 ausgeschüttet, der Ex-Tag ist der 25. Mai.
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