Die Hensoldt-Aktie tritt zum Wochenausklang auf der Stelle. Grund ist weniger mangelnde Fantasie, sondern eine bewusste Zurückhaltung institutioneller Investoren. In knapp vier Wochen legt der Rüstungselektronik-Spezialist die vorläufigen Jahreszahlen vor – und genau darauf richtet sich derzeit der Fokus.

Die wichtigsten Fakten:

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  • Vorläufige Jahreszahlen 2025 erscheinen am 26. Februar
  • Vollständiger Geschäftsbericht folgt am 26. März
  • Hauptversammlung terminiert für 22. Mai
  • Aktueller Kurs: 82,95 Euro (-1,89% heute)

Orderbuch vor operativer Bewährungsprobe

Die geopolitische Großwetterlage hat dem Sektor seit Monaten Rückenwind verschafft. Doch bei Hensoldt geht es mittlerweile um eine andere Frage: Kann das Unternehmen seinen prall gefüllten Auftragsbestand tatsächlich in Umsatz und Gewinn verwandeln? Die hohe Nachfrage nach Sensortechnik und Radarsystemen ist unstrittig – entscheidend wird die Abarbeitung.

Marktbeobachter werten die aktuelle Ruhe als Positionierungsphase. Viele institutionelle Anleger nutzen das derzeitige Niveau als Bewertungsanker vor den anstehenden Bilanzdaten.

Drei Kennzahlen im Fokus

Mit Blick auf den 26. Februar kristallisieren sich drei zentrale Bewertungskriterien heraus:

Das Book-to-Bill-Verhältnis zeigt, ob Auftragseingang und Umsatz im Einklang stehen. Ein Wert deutlich über 1 würde signalisieren, dass die Auftragspipeline weiter wächst.

Die Margenentwicklung steht unter Beobachtung. Inflation und Lieferkettenthemen haben das verarbeitende Gewerbe belastet – Hensoldt muss zeigen, dass die Profitabilität im Projektgeschäft stabil geblieben ist.

Beim Sondervermögen-Abruf geht es um Tempo: Wie schnell fließen Gelder aus dem Bundeswehr-Sondervermögen und NATO-Haushalten in tatsächliche Auslieferungen?

Struktureller Vorteil durch Retrofit-Geschäft

Anders als reine Fahrzeughersteller profitiert Hensoldt auch von der Modernisierung bestehender Waffensysteme. Dieses Retrofit-Geschäft macht das Unternehmen weniger abhängig von reinen Neubeschaffungszyklen und bietet eine gewisse Stabilität in volatilen Budgetphasen.

Die Aktie notiert aktuell rund 28 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro, das Anfang Oktober markiert wurde. Sollte das Management Ende Februar die mittelfristigen Prognosen bestätigen oder sogar anheben, könnte dies als Katalysator wirken. Bis dahin bleibt es eine Warte-Position – mit klar definiertem Termin.

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