Hensoldt Aktie: Massive Auftragsserie
Die Diskrepanz zwischen Kursverlauf und operativer Entwicklung könnte bei Hensoldt kaum größer sein. Während die Aktie seit ihrem Hoch im Oktober rund 30 Prozent an Wert eingebüßt hat, laufen die Produktionsbänder heiß. Innerhalb weniger Tage meldete der Rüstungselektronik-Konzern Aufträge im Gesamtwert von über einer halben Milliarde Euro. Können diese fundamentalen Erfolge die jüngste Korrektur am Aktienmarkt stoppen?
Die wichtigsten Fakten:
* Gesamtvolumen: Über 500 Millionen Euro an neuen Bestellungen in wenigen Tagen.
* Landstreitkräfte: KNDS bestellt digitale Optronik für fast 400 Millionen Euro.
* Luftverteidigung: Diehl Defence ordert Radare für über 100 Millionen Euro.
Großaufträge für die Panzertruppe
Die gewichtigste Meldung betrifft das Kerngeschäft mit optronischen Systemen für Landfahrzeuge. Hensoldt gab heute bekannt, dass der Systemhersteller KNDS Ausrüstung im Wert von mehr als 400 Millionen Euro bestellt hat.
Der Löwenanteil entfällt dabei auf das "Schakal"-Programm. Für rund 290 Millionen Euro liefert Hensoldt 288 komplette Optronik-Sets für den auf dem GTK-Boxer basierenden Radpanzer. Diese Pakete umfassen digitale Sichtgeräte für Kommandanten und Richtschützen sowie das Selbstschutzsystem MUSS. Zusätzlich wurde der Auftragseingang für den Kampfpanzer Leopard 2 A8 bestätigt: Hier summieren sich 178 Sets auf über 110 Millionen Euro.
Stärkung der europäischen Luftabwehr
Auch im Bereich der Radar-Technologie baut das Unternehmen seine Marktstellung aus. Bereits Anfang der Woche meldete Hensoldt einen Auftrag von Diehl Defence über 100 Millionen Euro. Gegenstand der Bestellung sind weitere TRML-4D Hochleistungsradare, die als "Augen" des Luftverteidigungssystems IRIS-T SLM fungieren.
Dieser Abschluss ist Teil der European Sky Shield Initiative (ESSI), in deren Rahmen Hensoldt mittlerweile Verträge für über 150 Radare hält. Die Technologie gilt als entscheidend für die Erkennung von Zielen in einem Radius von bis zu 250 Kilometern.
Charttechnik und Bewertung
Trotz der operativen Erfolge notiert die Aktie aktuell bei 80,50 Euro und damit gut 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro. In den letzten sieben Tagen gab das Papier sogar um rund 7 Prozent nach.
Die neuen Aufträge untermauern jedoch die Wachstumsprognose des Managements, das mittelfristig jährliche Umsatzsteigerungen von 15 bis 20 Prozent in Aussicht gestellt hat. Mit einem RSI von 68,2 deutet sich an, dass das Kaufinteresse trotz der jüngsten Wochenverluste wieder zunimmt. Die Stabilisierung oberhalb der Marke von 80 Euro wird für die kurzfristige Trendentwicklung entscheidend sein.
Warten auf die Zahlen
Die Auftragslawine kommt kurz vor einem wichtigen Datum für Anleger: Am 26. Februar 2026 wird Hensoldt die vorläufigen Jahresergebnisse für 2025 präsentieren. Dann wird sich zeigen, wie profitabel das Unternehmen die vollen Auftragsbücher abarbeiten kann und ob die ambitionierten Ziele für das laufende Geschäftsjahr bestätigt werden.
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