Heidelberg Materials Aktie: Rekord trübt nicht
Heidelberg Materials meldet für 2025 einen Rekordgewinn beim operativen Ergebnis – doch die Aktie verliert heute rund 2,7 Prozent auf 195,30 Euro. Was läuft hier schief? Die Antwort liegt weniger in den Zahlen selbst als vielmehr in den politischen Rahmenbedingungen und den bereits hochgesteckten Markterwartungen.
Starke Zahlen, aber keine Überraschung
Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (RCO) kletterte 2025 um sechs Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro. Der Umsatz legte trotz teils rückläufiger Absatzmengen um gut ein Prozent auf knapp 21,5 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieben den Aktionären 1,9 Milliarden Euro, verglichen mit 1,8 Milliarden im Vorjahr.
Verantwortlich für das Ergebnisplus: Das Ende 2024 angekündigte Sparprogramm zeigte Wirkung. Allein 2025 sparte der Konzern rund 380 Millionen Euro ein. Bis Ende 2026 sollen es jährlich 500 Millionen Euro sein – durch geringere Klinkerproduktion, Produktionsverbesserungen und Personalabbau.
Das Problem für Anleger: Die durchschnittlichen Analystenschätzungen lagen bereits am oberen Ende der vom Konzern veröffentlichten Prognose. Für 2026 peilt Heidelberg Materials ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 3,4 und 3,75 Milliarden Euro an – also bestenfalls eine Seitwärtsbewegung.
EU-Klimapläne belasten die Story
Die jüngste Kursschwäche hat auch einen politischen Hintergrund. Nachrichten über ein mögliches Aufweichen der EU-Pläne für Klimaschutzmaßnahmen drücken auf die Stimmung. Heidelberg Materials galt bisher als klarer Profiteur der Dekarbonisierung. Der Konzern hat eine branchenführende Position bei der CO2-Abscheidung im Produktionsprozess – ein Vorteil, sobald kostenlose Emissionszertifikate wegfallen.
Werden diese Pläne nun verwässert, schwindet der strategische Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Die Aktie hatte bis Januar ein Rekordhoch von fast 242 Euro erreicht – getrieben auch von dieser Klimaschutz-Fantasie.
USA und Deutschland im Fokus
CEO Dominik von Achten zeigte sich heute optimistisch für den wichtigen US-Markt, der rund 30 Prozent zu Umsatz und Ertrag beisteuert. Im Anlauf zu den Zwischenwahlen im November erwartet er Impulse aus der Baukonjunktur. Rechenzentren entwickelten sich bereits dynamisch, der Gewerbeimmobilienmarkt sei wieder angesprungen. Nur im Wohnungsbau passiere noch zu wenig.
Für Deutschland rechnet von Achten mit Belebung durch Infrastrukturprogramme. Im Tiefbau habe es bereits im vierten Quartal 2025 eine deutliche Nachfragesteigerung gegeben, insbesondere bei Energie- und Verteidigungsprojekten.
Die Region Afrika-Mittelmeer-Westasien legte beim Umsatz deutlich zu, während die Erlöse in den übrigen Regionen auf vergleichbarer Basis leicht zurückgingen.
Eine positive Nachricht für Anteilseigner: Die Dividende wird steigen, wie Finanzchef René Aldach bestätigte. Für 2024 zahlte das Unternehmen 3,30 Euro je Aktie. Den konkreten Vorschlag für die Dividende 2025 legt der Vorstand im März vor, entschieden wird auf der Hauptversammlung im Mai.
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