General Mills steht unter Druck — und genau das scheint große Investoren anzulocken. Während die Aktie zuletzt auf ein neues 52-Wochen-Tief fiel, zeigen aktuelle Pflichtmitteilungen eine bemerkenswerte Gegenbewegung auf institutioneller Seite.

Großinvestoren erhöhen ihre Positionen

Besonders auffällig: Assenagon Asset Management meldete eine Aufstockung um 2.806,6 % und erwarb damit 736.283 zusätzliche Aktien. Auch State Street Corp baute seine Position auf 33,7 Millionen Aktien aus, Nordea Investment Management erhöhte seinen Anteil um 15,9 %. Die gesamte institutionelle Beteiligungsquote liegt nun bei rund 75,7 %.

Der Hintergrund dürfte die Bewertung sein. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei rund 8,9 — ein Niveau, das für einen etablierten Konsumgüterkonzern historisch niedrig ist. Hinzu kommt eine Dividendenrendite von etwa 6,7 %, gestützt durch eine ununterbrochene Ausschüttungshistorie von 127 Jahren. Der Verwaltungsrat bestätigte jüngst eine Quartalsdividende von 0,61 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 1. Mai 2026.

Umbau kostet kurzfristig Umsatz

Die Bewertungslücke hat einen Grund: General Mills befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Portfolioumbau. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sanken die Nettoumsätze um 8,4 % auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,64 US-Dollar spürbar unter der Konsensschätzung von 0,73 US-Dollar.

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Ein wesentlicher Belastungsfaktor: die Veräußerung des Nordamerika-Joghurtgeschäfts, die allein sechs Prozentpunkte beim Umsatzwachstum kostete. Nun folgt der nächste Schritt — der Verkauf des Brasilien-Geschäfts inklusive der Marken Yoki und Kitano an 3corações für rund 153 Millionen US-Dollar. Das Management bezeichnet diese Schritte als Teil einer umfassenderen „Transformation", die Margen verbessern und Ressourcen auf globale Kernmarken konzentrieren soll.

Strategie mit mittelfristigem Horizont

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet General Mills einen organischen Umsatzrückgang von 1,5 bis 2,0 % sowie einen Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns von 16 bis 20 % in konstanten Währungen. Diese Prognose wurde trotz der schwachen Quartalszahlen bestätigt.

Auf der Wachstumsseite setzt das Unternehmen auf sein „Remarkability"-Programm: Neue Produkte machen inzwischen rund 25 % der Umsätze im nordamerikanischen Einzelhandel aus, das Tiernahrungsgeschäft mit Blue Buffalo verzeichnet steigende Dynamik. Parallel sollen Kosteneinsparungen von 600 Millionen US-Dollar im laufenden Jahr die Marge stabilisieren. Die Aktie notiert aktuell rund 22 % unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — wie schnell sich diese Lücke schließt, hängt davon ab, ob der Umbau die versprochenen Margensteigerungen liefert.

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