Der US-Nahrungsmittelkonzern General Mills kämpft mit einem massiven Profitabilitätsproblem. Im dritten Geschäftsquartal hat sich der Nettogewinn des Unternehmens mehr als halbiert, während die Verkaufszahlen weiter schrumpfen. Als Reaktion auf die schwache Nachfrage zieht das Management nun Konsequenzen und stößt das komplette Brasilien-Geschäft ab.

Profitabilität unter Druck

Die jüngsten Quartalszahlen verfehlten die Erwartungen der Wall Street deutlich. Statt der prognostizierten 0,73 US-Dollar je Aktie meldete der Konzern lediglich einen Gewinn von 0,56 US-Dollar. Auch der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um 8,4 Prozent auf 4,44 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich für diese Entwicklung ist eine drastische Verschlechterung der Profitabilität. Die bereinigte operative Gewinnmarge sank um 510 Basispunkte, was letztlich zu dem starken Gewinnrückgang von 52 Prozent führte.

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Organisch gingen die Verkäufe um drei Prozent zurück. Das Management begründete diese Schwäche primär mit Problemen beim Lagerbestand im nordamerikanischen Einzelhandel sowie im Tiernahrungssegment.

Kursziele im Sinkflug

Die enttäuschende Geschäftsentwicklung spiegelt sich im aktuellen Aktienkurs wider. Das Papier notiert derzeit bei 31,90 Euro und hat damit exakt sein 52-Wochen-Tief erreicht, was einem Minus von knapp 41 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht entspricht. Entsprechend pessimistisch reagieren die Analysten, die mehrheitlich zu einer Reduzierung der Positionen raten. Mehrere Großbanken passten ihre Einschätzungen nach den Zahlen umgehend an:

  • JPMorgan Chase: Kursziel von 42 auf 36 US-Dollar gesenkt ("Underweight")
  • TD Cowen: Kursziel von 45 auf 37 US-Dollar gesenkt ("Hold")
  • UBS: Kursziel von 40 auf 35 US-Dollar gesenkt

Strategischer Rückzug aus Brasilien

Um die Margen zu stabilisieren, strafft General Mills sein Portfolio. Für rund 153 Millionen US-Dollar verkauft das Unternehmen sein gesamtes Brasilien-Geschäft an den Lebensmittelhersteller 3corações. Die Transaktion umfasst lokale Marken wie Yoki und Kitano, die im Geschäftsjahr 2025 noch rund 350 Millionen US-Dollar zum Gesamtumsatz beigesteuert hatten. Dieser Schritt soll den Fokus auf margenstärkere globale Kernbereiche wie Premium-Eiscreme, mexikanisches Essen und Tiernahrung lenken.

Für das vierte Quartal plant das Management eine operative Erholung. Ein erwarteter Rückenwind beim Lagerbestand sowie Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Millionen US-Dollar im laufenden Geschäftsjahr sollen die Profitabilität wieder steigern. Die erfolgreiche Umsetzung dieses Effizienzprogramms bildet die zwingende Voraussetzung, um die angestrebten Einsparziele bei den Herstellungskosten für das Geschäftsjahr 2026 zu erreichen.

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