General Mills hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 enttäuscht. Der Gewinn je Aktie brach um 37 Prozent ein und verfehlte die Analystenerwartungen deutlich — die Folge: mehrere Kurszielkürzungen in kurzer Folge.

Schwache Zahlen, klare Ursachen

Der Umsatz sank im Quartal (bis 22. Februar 2026) um 8 Prozent auf 4,44 Milliarden Dollar. Bereinigt um Zu- und Verkäufe lag das organische Minus bei 3 Prozent. Besonders ins Gewicht fiel der Verkauf des nordamerikanischen Joghurtgeschäfts, der zusammen mit höheren Steuerbelastungen und gesunkenem operativem Gewinn den bereinigten Gewinn je Aktie auf 0,64 Dollar drückte — der Konsens lag bei 0,73 Dollar.

Parallel dazu bestätigte General Mills den geplanten Verkauf seines Brasilien-Geschäfts, inklusive der Marken Yoki und Kitano, an Café Três Corações S.A. für einen Basispreis von 800 Millionen Brasilianischen Real. Der Deal soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein und ist Teil der Strategie, sich auf margenstärkere globale Kernmarken zu konzentrieren.

Was Analysten sagen

Die Reaktion der Banken fiel verhalten aus. UBS senkte das Kursziel von 40 auf 35 Dollar und behielt die Verkaufsempfehlung bei — mit Verweis auf das schwierige operative Umfeld. JP Morgan reduzierte sein Ziel von 42 auf 36 Dollar (Underweight) und betonte den Rückgang des bereinigten operativen Gewinns um 32 Prozent in konstanten Währungen.

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Etwas konstruktiver zeigte sich RBC Capital: Die Bank hält an ihrer Outperform-Einstufung fest, kürzte das Kursziel aber ebenfalls von 60 auf 55 Dollar. Als Argument dienen eine Dividendenrendite von 6,5 Prozent sowie stabile oder wachsende Marktanteile in acht von zehn Kernkategorien in Nordamerika.

Strategie und Ausblick

CEO Jeff Harmening sieht das Unternehmen kurz vor einem Wendepunkt. Die sogenannte „Remarkability"-Strategie — mit Fokus auf Preiswettbewerbsfähigkeit und Markenerneuerung — soll die Volumentrends stabilisieren. Neue Produkte machen bereits rund 25 Prozent des Umsatzes im nordamerikanischen Einzelhandel aus.

Zudem läuft ein mehrjähriges Restrukturierungsprogramm in der Lieferkette, das bis 2029 Gesamtkosten von rund 96 Millionen Dollar verursachen wird. Für das vierte Quartal erwartet das Management, dass ein Lagerabbau bei einem großen Einzelhändler sich umkehrt und das organische Wachstum um rund 200 Basispunkte stützt. Die Jahresprognose für das Gesamtjahr 2026 bestätigte General Mills trotz des schwachen Quartals.

Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief — ein Spiegelbild der Skepsis, ob das Unternehmen in 2027 wieder echtes Volumenwachstum liefern kann, ohne weitere Preiszugeständnisse zu machen.

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